St. Petrus Ap.

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Familienwortgottesdienst zur Emmausgeschichte

Emmaus1
Nach der Kreuzigung Jesu sind seine Jünger zusammen in einem Haus in Jerusalem. Sie haben Angst, die Türen und Fenster sind fest verschlossen.
 
Jünger 1:   „Jesus ist tot, ist nun alles aus und vorbei?“
Jünger 2:   „Und wir haben so große Hoffnung gehabt. Wir haben geglaubt, er ist der Friedenskönig, den Gott uns geschickt hat.“
Jünger 3:   „Komm, wir gehen.“
Jünger 2:   „Wollt ihr nicht doch noch bleiben. Gerade jetzt, wo wir nicht mehr aus noch ein wissen?
Jünger 4:   „Es ist nicht gut, wenn ihr jetzt die Gemeinschaft verlasst und alleine seid.“
Jünger 3:   „Lasst gut sein. Wir haben uns wohl in Jesus getäuscht.“
Jünger 2:   „Das glaube ich nicht, denkt daran, was uns die Frauen gesagt haben.“
Jünger 3:   „Wie soll das gehen? Es ist aus und vorbei. Es gibt nichts mehr, das uns hier in Jerusalem halten könnte. Komm!“
Jünger 5:   „Genau. Es hat keinen Sinn mehr. ER ist nicht mehr da! “
Jünger 5:   „Was soll nur aus uns werden?“
 
Heute fragen wir uns auch manchmal: Was wird aus uns, aus unseren Familien, aus der Gesellschaft? 
- auch wir wissen manchmal keinen Rat mehr.
- auch wir verschließen uns manchmal vor der Außenwelt.
- Angst, Klage, Trauer, Zorn und Wut machen unser Leben schwer. 
Herr, erbarme dich!

Die zwei Jünger halten es nicht mehr aus. Um die Mittagsstunde brechen sie auf und verlassen Jerusalem. Sie sind auf dem Weg in ein kleines Dorf, etwa zwei Stunden Fußweg sind es bis dorthin. Das Dorf heißt Emmaus. Immer wieder schauen sie zurück nach Jerusalem. Sie gehen nebeneinander her. Sie sprechen miteinander über alles, was geschehen ist. Sie können es nicht begreifen. So gehen sie eine ganze Weile. Da gesellt sich ein Mann zu ihnen. Er begleitet sie auf ihrem Weg. Es ist Jesus, aber sie erkennen ihn nicht.
Emmaus2
Gekonnt spielten die Kinder die Emmausgeschichte nach und der Sixthaselbacher Kinderchor umrahmte den Gottesdienst musikalisch mit passenden Liedern. Das Evangelium wurde teilweise vorgepielt und teilweise vom Ambo verkündet. Nachdem die beiden Jünger Jesu am Brotbrechen erkannt hatten, machten sie sich später folgende Gedanken:

„Es war gut, dass wir zu zweit unterwegs waren. Es tat mir gut, mit jemanden über alles zu reden, was in den letzten Tagen passiert ist. Vieles habe ich erst verstanden, als wir gemeinsam darüber sprachen.“
 
„Wir waren beide voller Trauer. Wir konnten es nicht begreifen, dass Jesus nicht mehr da war. Doch Jesus hat uns nicht alleine gelassen. Er wollte wissen, warum wir so traurig sind. Er hat uns zugehört. Das hat gutgetan.
 
„Wir wollten Jesus nicht weitergehen lassen. Es hat so gutgetan, mit ihm zu reden. Er hat uns die Schrift erklärt – ich habe mich gewundert, woher der Fremde das alles weiß.
 
„Ich war wie mit Blindheit geschlagen, ich habe Jesus nicht erkannt. Es ist gut, dass Jesus mir die Augen geöffnet hat. Er hat mir gezeigt, was wirklich wichtig ist.“
Emmaus3
Auf das Glaubensbekenntnis, dem Friedensgruß, dem Lobpreis und den Fürbitten, die von Kindern und Erwachsenen vorgetragen wurden, folgte das "Vater unser", bei dem sich alle Kinder um den Altar versammeln durften."Mit dir geh ich alle meine Wege" sang zum Abschluss des Wortgottesdienstes der Kinderchor unter der Leitung von Vroni Klupsch.