Am vierten Fastensonntag tragen sich die Kommunionkinder des Pfarrverbandes zum dritten Weggottesdienst in unserer Pfarrkirche St. Petrus. Bei diesem Gottesdienst ging es, an das Sonntagsevangelium angelehnt, um Blindheit, um das „nicht sehen können“. Gemeindereferent Otto Pauer sagte eingangs an die Kindern gewandt, es gehe nicht nur um die Blindheit der Augen, denn es gebe Menschen, die zwar mit den Augen sehen, aber sie seinen manchmal trotzdem blind. In einem Rollenspiel erarbeiteten die Kinder beim Bußakt Eigenschaften, die blind machen. Wut könne blind machen, so blind, dass man nur noch schreien und Türen zuschlagen möchte, beschrieb ein Junge den Begriff. Anschließend wurden ihm die Augen verbunden, damit er fühlen konnte, wie es ist, blind zu sein. Ein Mädchen beschrieb, wie sie aus Neid ihrer Schulfreundin einen Tintenfleck in ihr Schulheft machte. Ihr wurde, wie auch dem Mädchen, das beschrieb wie sehr Stolz und Hochmut blind machen können, von Gemeindereferent Pauer ebenfalls einen Augenbinde angelegt. Auf Stühlen am Altar nahmen die drei Kinder Platz und wohnten als „Blinde“ dem Gottesdienst bei.
Erst bei den Fürbitten wurde ihnen die Augenbinden wieder abgenommen und aufgezeigt, dass die Welt auch gut und schön sein könne, dass man zufrieden sein könne mit dem, was man habe, und dass man nicht nur an sich selbst, sondern auch an den Mitmenschen denken solle. Ebenfalls in einem Rollenspiel wurde dargestellt, wie sich der von Jesus geheilte Blinde gefühlt haben musste. Ein Mädchen stellte an den ehemals Blinden einige Fragen, die dieser gerne beantwortet. Er sagte: „Jesus hat mein ganzes Leben verändert. Er hat mir Licht gebracht und mein Herz und mein ganzes Leben hell gemacht. Durch Jesus bin ich zum Glauben gekommen. Die musikalische Gestaltung übernahm der Chor „MOSAIK“.