Auch heuer wurde der Familiengottesdienst zu Erntedank vom Kinder- und Jugendchor Sixthaselbach gestaltet und musikalisch umrahmt. Die Kinder machten uns im Kyrie darauf aufmerksam, dass Gott uns auf Erden reich beschenkt, wir aber das Wunder, das sich jedes Jahr aufs Neue vollzieht, oft nicht genug beachten. Wir werden täglich satt und doch vergessen wir, danke zu sagen. Nach dem Evangelium spielten uns die Kinder eine Geschichte nach. Sie handelte von den Nachkriegsjahren, in denen Brot etwas sehr wertvolles war. Es trug sich zu, dass der Doktor im Ort krank wurde. Ein Mann erfuhr davon und brachte ihm ein Brot, damit er schnell wieder zu Kräften kommen konnte. Der Doktor aber wusste, dass eine Familie in der Nachbarschaft nur sehr wenig zu essen hatte und gab das Brot weiter. Auch diese Familie gab aus Dankbarkeit das Brot weiter. Am Ende der Geschichte kam das Brot wieder bei dem Doktor an. Es hat viele Menschen satt gemacht, ohne jedoch aufgegessen zu werden. Brot zu teilen, schafft Gemeinschaft und Freundschaften. Jesus selbst bezeichnet sich als Brot. Da, wo die Herzen offen sind, reicht Wenig für ganz viele und am Ende bleicht sogar noch was übrig. Wenn man seinem Nächsten eine Freude macht, dann kommt in uns ein ganz bestimmtes Gefühl auf. Man fühlt sich gut – es fühlt sich richtig an. Das ist der Augenblick, in dem wir den Geist Gottes in uns spüren.