St. Michael

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Berichte von Aktivitäten


Adventsfeier und Jahreshauptversammlung mit Ehrungen
des Kath. Frauenbundes Inzell / Weißbach

Auf unserer Adventsfeier mit Jahreshauptversammlung waren wieder über hundert unserer Mitglieder vertreten. Zu Beginn sahen wir einen Ausschnitt des Kindermusicals „Simeon - Die unbekannte Weihnachtsgeschichte“. 19  Schulkinder aus Inzell sangen und spielten mit Freude die schöne Geschichte. Einstudiert wurde das Stück von Philip Moser und Gabi Maier. Danach gab die Vorsitzende einen  Rückblick auf die vielen Veranstaltungen. Der Kassenbericht der Schatzmeisterin wies eine positive Bilanz auf. Der Überschuss in der Kasse wird unter anderem  für soziale Zwecke gespendet.
Die Entlastung der Vorstandschaft wurde einstimmig angenommen. Unsere Anni Steinbacher bekam die Engelsurkunde mit einem Blumenstrauß für ihr 25-jähriges Amt als Fahnenträgerin. In ihre Fußstapfen tritt Frieda Hallweger. Hedi Stein organisierte und betreute 30 Jahre den Kinderkleidermarkt und war 21 Jahre Beisitzerin für kirchliche Belange in unserem Verein. Auch sie erhielt dafür die Engelsurkunde und den Ehrenamtsnachweis überreicht. Herzlichen Dank für Euer großes Engagement. Im anschließenden Gottesdienst, zelebriert von unserm Pfarrer Quirin Strobl und Monika Schmaus, zündeten wir für jedes verstorbene Mitglied ein Lichtlein an. Zum Schluss unserer Veranstaltung erhielten die vielen Helfer als Dankeschön einen Blumenstock.
KDFB Weihnachtsfeier
KDFB Weihnachtsfeier
Anni Steinbacher, Regina Brand, Annemarie Kraus (Foto, Waltraud Jahn)
KDFB Weihnachtsfeier
Hedi Stein, Regina Brand (Foto, Waltraud Jahn)

Am 04.05.17 fuhren wir zum Hildegardgarten nach Reith
im Alpbachtal / Tirol und zum Museumsfriedhof in Kramsach

Unser heuriger Ausflug führte uns ins Alpbachtal ins malerischen Örtchen Reit. Dort besuchten wir den Hildegardgarten, der nach der Lehre von Hildegard von Bingen angelegt worden ist. Wir wurden von zwei Kräuterexpertinnen  empfangen, die uns ihren selbst gekochten Herzwein ausschenkten. Der Mittelpunkt des Gartens ist ein Runder Platz mit Bänken bestückt zum rasten und entspannen. Ein kleiner Bach schlängelt sich durch den Garten. Es war eine sehr interessante Führung über die Entstehung des Gartens und der Anordnung der Pflanzen nach der Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Ihr Wissen über die Verwendung der Kräuter war enorm. Zum Schluss bekamen wir noch das Rezept des Herzweins.
Als wir auf dem Weg zum Dorfwirt waren, kamen wir am kleinen Naturladen vorbei, indem wir Elixiere, Gewürze oder Bücher nach Hildegard von Bingen kaufen konnten. Nach dem Mittagessen ging es in die Pfarrkirche, um eine Andacht abzuhalten. Die hiesige Mesnerin erwartete uns bereits und erzählte uns die Geschichte ihrer Pfarrkirche Hl. Petrus. Eine Besonderheit ist, der Altar ist nicht nach Osten sondern nach Norden ausgerichtet.
Wir fahren jetzt weiter nach Kramsach zum Museumsfriedhof. Auf den gesammelten, alten Grabkreuzen standen teils lustige, teils makabre Sprüche.
Auf geht´s zur letzten Station zum Kaffee trinken nach Kundl ins Wirtshaus Kaisermann. Als wir ankamen, fing es an zu regnen, was uns aber nichts ausmachte. Der urig hergerichtete Gasthof ist sehenswert. „ Des muass ma gseng hom“. Bei Kuchen, dem ausgezeichneten österreichischen Kaffee und der netten Bedienung waren wir rundum zufrieden.
Jetzt freuen wir uns alle aufs nach Hause fahren. Wir stiegen in den Bus, machten es uns bequem und ließen uns vom Peter Fegg heimfahren.   rb
Tirol
Der erste Blick übern Gartenzaun
Tirol 2
So kann man Spitzwegerich in Szene setzen
Tirol 3
Alle hören gespannt zu
Tirol 4
Die Kräuterexpertin
Tirol 5
Alter Spruch auf einem Grabkreuz
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Restaurierte Grabdenkmäler teils vom 16. Jahrhundert

Traditionelles Faschingskranzl am unsinnigen Donnerstag

2017 war wieder ein sehr gut besuchter Faschingsball im Vroni. Es gab tolle Vorführungen wie die wahre Geschichte vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf, der Unterschied zwischen einer Männer- und  Damenrunde im Lokal (genervter Kellner) und wie eine flotte Dame das Eheinstitut mit dem Hundesalon verwechselt.
Es blieb kein Auge trocken vor Lachen. Schön anzuschauen waren die vielen aufwendigen Kostüme. Es wurde getanzt, gelacht und natürlich viel geratscht. Obendrein wurde die Stimmung von DJ Michi angeheizt. Wenn Jung und Alt, maskierte und unmaskierte Frauen sich zu einer lustigen Veranstaltung treffen dann geht´s rund. Pfiad eng bis naxts Joahr. rb
Rotkäppchen-2
Rotkäppchen-4
Herrenrunde-1
Damenrunde
Im Hundesalon
DJ Michi
Stimmung-1
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Stimmung-3

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Mittagspause am Stadtplatz von Pfaffenhofen Foto Regina Brand

Kath. Frauenbund Inzell / Weißbach besuchte das Kloster Scheyern und das Lebzelter– und Kerzenzieher-Museum Hipp

An einem herrlichen Herbsttag machte sich der Frauenbund Inzell/Weißbach auf, um eine Busfahrt zum Kloster  Scheyern zu unternehmen. Abt Johannes  Maria Höck, der  in Inzell geboren wurde,  wirkte von 1961-1972 im Kloster. An der Pforte empfing uns herzlichst Frater Stephan, der uns durchs Kloster führte. Zwischen den geschichtlichen Erläuterungen über das  Kloster erzählte er uns  immer wieder lustige Anekdoten über Abt Johannes Maria Höck,  die uns alle sehr erheiterten. Neben der Geschichte des Klosters erzählte  Frater Stephan auch über die jetzigen und zukünftigen Projekte wie z.B. biologische Tierhaltung.  Ein bewegender Moment und der Höhepunkt des Ausflugs war die Kreuzauflegung des Scheyrer Kreuzes in der hl. Kreuzkapelle. Am  Grab von  Dr. phil. Johannes Maria Höck verweilten wir kurz und verabschiedeten uns von Frater Stephan. Anschließend hielten wir im Marienschiff der Basilika mit unserem Pfarrer eine kurze Andacht ab. Dann ging´s  weiter nach Pfaffenhofen zum Mittagessen ins Café Hipp. Hans Hipp erteilte uns in seinem Lebzelter-und Wachszieher-Museum einen ganz lehrreichen Vortrag. Unter anderem erfuhren wir, dass die Kerzen nach dem ziehen im noch warmen Zustand gerade gerollt werden mussten. Von daher kommt der uns allen bekannte Ausdruck „Kerzengroad“. Früher als es nur Honig zum Süßen gab, aß man Lebzelten das ganze Jahr über. Die Lebzelten mit traditionellen Lagerteig gebacken sind sehr lange haltbar. Hans Hipp hat den Vortrag so lebhaft und interessant  gestaltet, dass die Zeit wie im Fluge verstrich.  Wir hatten noch Zeit um bei dem traumhaft schönen Wetter eine gute Tasse Kaffee und Kuchen  auf der sonnigen Terrasse zu genießen, bevor wir die Heimfahrt antraten. rb
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Kloster Scheyern Foto Ingrid Brümmer
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Hans Hipp Foto Ingrid Brümmer

Gläubige beten am Bichlerkreuz zur Gottesmutter Maria

Gläubige am Bichlerkreuz
Gläubige beten am Bichlerkreuz
Katholischer Frauenbund Inzell-Weißbach lud zur Maiandacht ein

(wb) Auf Einladung des Katholischen Frauenbundes Inzell-Weißbach a.d.A. trafen sich etwa 60 Gläubige am Bichlerkreuz gegenüber der St. Vinzenzkirche um im Marienmonat Mai, gemeinsam mit Pfarrer Quirin Strobl, zur Gottesmutter und Patronin Bayerns zu beten. Der Weißbacher Kirchenchor unter Leitung von Rita Staat-Holzner umrahmte die Gebetsstunde mit stimmungsvollen und passenden Marienliedern.

Nach einem Eröffnungslied begrüßte Pfarrer Strobl die Gemeinschaft an einem lauen Abend, mitten in einem blühenden Feld, mitten in der Schöpfung Gottes, die Strobl als sichtbaren Ausdruck der tiefe Beziehung und der Liebe Gottes zu den Menschen deutete. Auch Maria sei Teil dieser Schöpfung und vor allem Teil der Heilsgeschichte die mit der Verkündigung der Frohbotschaft des Erzengels Gabriel begann. Maria gebar dann in Bethlehem den Sohn Gottes-Jesus, wurde Zeugin seiner Hinrichtung und seiner Auferstehung die Wegweisung in die Seeligkeit bedeute. In den von fünf Frauen vorgetragenen und von Maria Bauregger vorbereiteten Texten standen die vier Mariendogme: Marias Gottesmutterschaft, Immerwährende Jungfräulichkeit Marias, Unbefleckte Empfängnis Marias, Mariä Aufnahme in den Himmel, im Mittelpunkt der Betrachtungen. Für jedes Dogma stellten die Frauen eine kleine Kerze vor die Madonna auf dem kleinen Altartisch den zusätzlich ein wunderbarer Strauß aus Wiesenblumen schmückte. Zwischen den Texten, beim Singen einer weiteren Strophe des Liedes „Maria dich lieben...“ waren die Gläubigen aufgefordert, darüber nachzudenken, welche Bedeutung diese Dogmen für unser Leben und jeden Einzelnen haben. Bevor die Gemeinschaft nach den Fürbitten und dem Segen im Frieden auseinanderging dankte Pfarrer Strobl den Frauen des Frauenbundes für die thematische Vorbereitung, dem Kirchenchor für die stimmige Untermalung, allen die sich Jahrein, Jahraus liebevoll um das Feldkreuz kümmern, es schmücken und pflegen und alle die gekommen waren um mitzubeten.  Bilder: Werner Bauregger


Weißbacher Kirchenchor
Weißbacher Kirchenchor
Altar mit Madonna
Madonna mit Wiesenblumen am Altartisch
Segen durch Pfarrer Strobl
Pfarrer Strobl erteilt Segen
Textvortrag durch Frauen
Frauen tragen Texte vor

60 Jahre Frauenbund Inzell/Weißbach

KDFB
Gottesdienst mit Diakon Eixenberger (li.) und Pfarrer Salzeder
Jubiläum in Inzell mit Festgottesdienst, einer kleinen Feier und Festreden gefeiert

(wb) Mit einem Festgottesdienst und einer gemütlichen Feier im Pfarrsaal feierte der Katholische Frauenbund Inzell/Weißbach, am vergangenen Sonntag sein 60jähriges Bestehen. Die Messe in der Inzeller St. Michaelskirche wurde vom Kirchenchor Inzell untermalt.

Stimmgewaltig und harmonisch eröffnete der Inzeller Kirchenchor unter Leitung von Heini Albrecht und begleitet von Ines Preinfalk an der Orgel die Eucharistiefeier bevor Pfarrer Gerhard Salzeder, der den Gottesdienst zusammen mit dem Diakon Josef Eixenberger zelebrierte, die Mitglieder des Vereins aus beiden Orten und die Gläubigen auf das herzlichste begrüßte. Es gelte an diesem Tag nicht nur zu feiern sondern in erster Linie den Frauen zu danken, die seit 60 Jahren Verantwortung übernehmen, den Gedanken der Katholischen Frauenbewegung weiterführen und den Menschen nahebringen. Damit dieser Gedanke, hilfebedürftigen Frauen in allen Lebenslagen zu unterstützen, lebendig bleibe, sei es immer wieder notwendig, „nicht nur Fragen zu stellen sondern Antworten zu geben“, so der Geistliche.

Voraussetzung um wirkungsvolle Hilfe leisten zu können sei, damals wie heute, eine wache Sensibilität für die Nöte der Betroffenen die immer wieder von den gewählten Frauen an der Führungsspitze auch mutige Entscheidungen und eine große Bereitschaft, selbst Verantwortung zu übernehmen erforderten. Wie die „klugen und törichten Jungfrauen“ aus der Geschichte des Sonntagsevangeliums, müssen sich die Verantwortlichen immer wieder zur „Quelle des Lichts“ hin bewegen um dieser Verantwortung gerecht zu werden, weise Antworten auf Fragen des Lebens geben und Trost spenden zu können. Vorher müsse aber all dies im eigenen Herzen verankert sein. Verantwortung zu übernehmen heiße aber immer auch nicht andere für uns denken und handeln zu lassen sondern selbst, eigenverantwortlich aktiv zu werden.
Schwierig sei es auch zwischen „töricht und klug“ zu unterscheiden, denn nicht immer sind die aktivsten und lautesten auch die klügsten. Oft geht mehr Kraft und Hilfe von stillen Gedanken und Ruhe aus. Allen die sich im Katholischen Frauenbund Inzell/Weißbach dieser für die Pfarrgemeinde und Ortsgemeinschaft so wichtigen Verantwortung stellten und stellen dankte Pfarrer Salzeder von ganzem Herzen. Er wünschte ihnen, dass sie weiterhin so viel Licht in diese Gemeinschaften tragen und immer die Gabe haben, zwischen wichtigen und unwichtigen Dingen zu unterscheiden wenn es um Menschen geht und wahrnehmen, wann und wo Menschen Hilfe brauchen.
Frauen aus der Vorstandschaft und dem Verein trugen daraufhin ihre Bitten für die Verstorbenen, für alle die Verantwortung tragen, alle Hilfesuchenden, Einsamen, Kranken, für die Familien und alle die trauern vor. Hedwig Stein ergänzte am Schluss des Gottesdienstes diese Bitten noch mit dem Friedensgebet des Katholischen Frauenbundes. Nicht nur bei der Wandlung, mit einem erst gesummten, dann gesungenen Lied zum Thema „Brot und Wein“, ließ der Kirchenchor die Gottesdienstbesucher aufhorchen. Gefühlvoll und alpenländisch durch ein „Ziachsolo“ vom Heini eingespielt, schloss der Chor den Festgottesdienst mit einem wunderschönen Danklied ab. Alle Mitglieder und Freunde trafen sich im Anschluss im Pfarrsaal zu einer gemütlichen Feier mit Festvorträgen, einer Bildpräsentation, musikalisch umrahmt von der „Frillenseemusi“.


KDFB
Die Vorstandschaft des kath. Frauenbundes Inzell/Weißbach von links:
Maria Bauregger, Monika Gschwendtner, Elisabeth Brand, Anna Eicher, Traudl Pauser, Sabine Sauler, Hedi Stein
KDFB
Traudl Pauser bei der Festrede
Geschichte des Frauenbundes Inzell/Weißbach
60 Jahre Engagement von Frauen für Frauen in Inzell und Weißbach


(wb) Wie berichtet, feierte der Katholischen Frauenbundes Inzell/Weißbach am vergangenen Sonntag sein 60jähriges Bestehen. Traudl Pauser nahm die Gelegenheit wahr, in ihrer Festrede die Geschichte der Frauenorganisation noch einmal Revue passieren zu lassen. Den Unterlagen nach, wurde der Verein am 11.11.1951 unter Pfarrer Johann Oberhauser gegründet. Der Verein wuchs schnell auf 137 Mitglieder an. Leider gibt es keine Unterlagen über die Namen der Gründungsmitglieder. Mündlichen Überlieferungen zufolge sollen waren die Initiatorinnen Anna Kötzinger und Maria Eicher, die Ödermüllerin. Vorgänger des Katholischen Frauenbundes war der „Verein christlicher Mütter“, gegründet 1920. Dieser Verein wurde in den 1930er Jahren, vom damaligen Regime, streng überwacht. Zudem durften sich die Mitglieder weder religiös noch caritativ betätigen. Pfarrer Oberhauser folgte 1953 Pfarrer Alfons Hessenhofer der den neu gegründeten Frauenbund ebenso unterstützte und ihm als geistlicher Beirat angehörte. Am 25. März wurde die Fahne des Frauenbundes in Inzell geweiht. Sie wird seither bei jeder Beerdigung einen Mitgliedes und an Fronleichnam mitgetragen oder bei hohen, kirchlichen Feiertagen in die Kirche gestellt. Die erste Fahnenträgerin war Maria Stadler, Ödermüllermutter, welche die Fahne von 1955 bis 1987 trug. 1958 fand der erste Einkehrtag des Frauenbundes statt. Bis 1974 führten den Verein Betty Kecht, Auguste Mader und Maria Schwaiger. 1975 Frau Dr. Herbsthofer zur ersten Vorsitzenden gewählt. Seit diesem Jahr wird an jedem 13ten des Monats in der Frauenkirche ein Fatimarosenkranz gebetet. Mit Spendengeldern des Frauenbundes konnte 1978 das große Kreuz und 1982 das Bildnis der Hl. Anna, damals als Geburtstagsüberraschung für Pfarrer Hessenhofer, in der Frauenkirche restauriert werden.

KDFB
Im Jahr 1982 organisierten die Frauen den ersten Weltgebetstag zusammen mit den evangelischen Kolleginnen. 26.000 € sammelten Mitglieder 1985 für die Renovierung der Pfarrkirche St. Michael. Im selben Jahr übernahm der Frauenbund erstmals die Organisation der Bezirkswallfahrt von Siegsdorf nach Maria Eck. Auf Anregung Pfarrer Hessenhofer`s, fand sich am 21.1.1978 erstmal ein „Kreis junger Frauen“ zusammen die sich in verschiedenen Kursen und Vorträgen weiterbildeten. Dieser Kreis rief 1978 auch den Kinderkleidermarkt ins Leben der bis 2001 immerhin einen Erlöß von 26.000€ und bis 2010 nochmals einen Betrag von 5.200€ erwirtschaftete. Diese Gelder flossen zum größten Teil wohltätigen Zwecken zu. 1986 übernahm Antonie Pauli den Vorsitz, des damals 277 Mitglieder starken Vereins. Ihr folgte 1994 Anni Huber als Vorsitzende. Seit 2006 leitet den Katholischen Frauenbund Inzell/Weißbach ein Team, bestehend aus Traudl Pauser, Elisabeth Brand und Maria Bauregger. Das Jahresprogramm weist derzeit eine Fülle von Terminen zum Gebet in der Pfarrei oder im Rahmen übergreifender Gebets- und Einkehrtagen auf oder bietet Informations- und Weiterbildungstage zu kirchlichen und weltlichen Themen an. Natürlich ist der Frauenbund auch Aktivitäten und Feste in der Ortsgemeinschaften integriert und bietet Veranstaltungen an, bei denen es in erster Linie um die Gemeinschaft und die Geselligkeit geht.
KDFB
Frau Dr. Deckelmann bei ihrer Rede
Katholischer Frauenbund
auch politisch aktiv
Frau Dr. Waltraud Deckelmann
spricht beim Jubiläum in Inzell über die Gesamtorganisation
(wb) Im Verlauf der Feier zum 60. Gründungsjubiläum des Katholischen Frauenbundes Inzell/Weißbach im Pfarrsaal Inzell sprach Frau Dr. Waltraud Deckelmann über die Zielsetzung und die Aufgaben des Katholischen Frauenbundes auf Landkreis-, Bezirks- und Landesebene.

Grundsätzlich sind, laut Deckemann, katholische Frauen im „Katholischen Deutschen Frauenbund“ zusammen-geschlossen. Dennoch steht die Tür für alle Frauen offen. Der „Katholische Deutsche Frauenbund“ entstand 1903 aus der Frauenbewegung heraus und engagierte sich immer auch politisch in der Kirche, der Gesellschaft und der Politik. Damals gingen die „Frauenbund“ Frauen aus München hinaus auf`s Land und engagierten sich in der Ausbildung für Frauen und Sozialarbeiterinnen. Die Struktur des Frauenbundes besteht aus Organisationen auf Orts-, Bezirks-, Diözesans-, Landes- und Bundesebene. Zweige dieser Vereinigung sind die „Landfrauenvereinigung“ der „Verbraucherservice“ und das „Familienpflegewerk“. In Bayern gehören im 190 Tausend und bundesweit 220 Tausend Mitglieder an. Erfreulicherweises engagieren sich besonders in Bayern sehr viele junge Frauen. Wichtig sei es, nach den Worten Deckelmanns, dass sich die Frauen als Vordenkerinnen mit der Zukunft beschäftigen. Sie sollten neue Gedanken entwickeln und eine Sensibilität dafür einwickeln „was in der Luft liegt“. Themen wie der Atomausstieg, Gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder intelligente Stromnutzung und Einsparung im Verbrauch gehörten aktuell dazu. Weiter Aktionen in Richtung Verbraucherverhalten beschäftigen sich z.B. mit dem Thema „Nikolaus statt Weihnachtsmann“ oder „Advent ist im Dezember“. Dass auch politisch etwas erreicht werden könne zeige die Aktion zur Fußball-WM 2006. Damals sollten 40.000 Prostituierte die Besucher in so genannten „Verrichtungsboxen“ bedienen. Durch die massiven Proteste des Frauenbundes wurde dies verhindert. Zum Abschluss ihrer Rede bedankte sich Frau Dr. Deckelmann bei allen Frauen für das großartige Engagement und die Unterstützung ohne die sie, stellvertretend für viele Frauen, vor kurzem nicht die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen hätte.
Frau Dr. Deckelmann ist seit über drei Jahrzehnten im KDFB aktiv. Von 1986 bis 1994 war sie Schriftführerin beim KDFB-Zweigverein Inzell und von 1987 bis 2001 Bezirksleiterin im Diözesanverband München und Freising des KDFB. Sie war Ansprechpartnerin für acht Zweigvereine und zugleich Bindeglied zwischen den Vereinen und dem Diözesanverband. 2002 wurde Dr. Deckelmann zur Landesvorsitzenden des mit über 190 000 Mitgliedern größten bayerischen Frauenverbandes gewählt – ein Amt, das sie bis 2010 inne hatte. Für ihre „Verdienste um das Allgemeinwohl“ wurde sie vor kurzem mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Landrat Hermann Steinmaßl überreichte ihr die Auszeichnung des Bundespräsidenten im Rahmen einer kleinen Feier im Casino des Landratsamtes.

Alle Bilder und Bericht Werner Bauregger