Pfarrei
St. Georg Ruhpolding





"Mit dem nassen Segen von oben"

Pfarrgemeinde St. Georg zu Fuß unterwegs nach Maria Kirchental
 
Teils tropenartiger Regen begleitete die Ruhpoldinger - vor allem auf dem langen Weg mit neun Stunden Gehzeit - bei der 24. Fußwallfahrt nach Maria Kirchental.  Trotzdem machte sich eine erfreulich große Zahl von Pilgern, darunter auch einige auswärtige Wallfahrer, am vergangenen Samstag auf den Weg zur jährlichen Pfarrwallfahrt nach Maria Kirchental in der Gemeinde St. Martin bei Lofer.
Wallfahrt 3
Allein 62 Pilger gingen unter Leitung von Christian Burghartswieser, Wolfgang Heigermoser und Sepp Egger auf dem anstrengenden, langen Weg vom Staubfall über das Heutal und die Loferer Alm zum Wallfahrtsort.
Wallfahrt 1
Die zweite Gruppe mit 21 Teilnehmern marschierte, angeführt von Antonie Feichtenschlager und Hubert Braxenthaler, von Schneizlreuth, Reith, Au bei Lofer und den Tiroler Steig nach Kirchental. Andere kamen über den „Salzburger Steig“, mit dem Bus oder mit ihren Autos.
Wallfahrt 4
Leider musste aufgrund der Witterung dieses Mal der traditionelle Einzug aller Wallfahrer in die Wallfahrtskirche entfallen. Der Pfarrer von Kirchental, Pater Unger, begrüßt eingangs sehr herzlich die Pilger im „Pinzgauer Dom“. Er freue sich, dass trotz des schlechten Wetters so viele Pilger hierhergekommen seien. Mit einem Blick auf den G 20 Gipfel in Hamburg sagte er nachdenklich: „Wer weiß nicht wie zerrissen die Welt ist“. Darum werde der Beistand von oben gebraucht. Pfarrer Otto Stangl zelebrierte zusammen mit Pater Joshy George, der viele Jahre in Ruhpolding als Kaplan tätig war und auch selbst mitmarschiert ist, den Wallfahrtsgottesdienst, an dem rund 160 Pilger teilnahmen. Mit am Altar stand auch Diakon Sepp Eixenberger. Musikalisch umrahmt wurde die Messe von der „Ruhpoldinger Rathausmusi“ und dem „Kirabiche-Viergesang“ unter Leitung von Pastoralreferent Georg Gruber. In seiner Predigt sagte Pfarrer Stangl: „Dass sich auch der Wetterbericht täuschen kann, hat sich heute gezeigt. Dafür wurden die Pilger mit dem nassen Segen von oben begleitet“. Auf Maria schauen und Jesus begegnen sei das Motto dieser Wallfahrt gewesen, meinte er. Darum bat er die Gekommenen, für den Frieden in der Welt und für die Schöpfung zu beten.
Nach der Messfeier ist es bereits eine schöne Tradition, dass sich die Wallfahrer im Gasthof Bad Hochmoos unterhalb des Tiroler Steiges noch zum gemütlichen Abschluss treffen - und sei es nur, um die Strapazen besser vergessen zu können. Für die musikalische Unterhaltung sorgte dort die „Stohnschneid-Musi“ aus Ruhpolding.