Nach dem Erreichen des Wallfahrtszieles Maria Kirchental zogen alle Pilger, angeführt von Pfarrer Otto Stangl und Diakon Sepp Eixenberger und dem Wallfahrerkreuz, getragen von Alois Auer, (von links nach rechts), in den „Pinzgauer Dom“ ein. Foto: hab
Pfarrgemeinde St. Georg zum 25. Mal zu Fuß unterwegs nach Maria Kirchental
Richtig Glück mit dem Wetter hatten die Ruhpoldinger bei der 25. Fußwallfahrt nach Maria Kirchental, die der mittlerweile verstorbene Franz Ringsgwandl 1994 wiederbelebt hat. Dieses Mal stand sie unter dem Thema „Bringt euere Bitten mit Dank vor Gott“. Eine erfreuliche Zahl von Pilgern, darunter auch einige auswärtige Wallfahrer, machten sich am vergangenen Samstag auf den Weg zur Jubiläumswallfahrt nach Maria Kirchental in der Gemeinde St. Martin bei Lofer.
Allein 44 Pilger gingen unter Leitung von Wolfgang Heigermoser und Sepp Egger auf dem langen, traditionellen Weg über neun Stunden reiner Gehzeit und 1.327 Meter im Höhenanstieg vom Staubfall über das Heutal und die Loferer Alm zum Wallfahrtsort.
Die zweite Gruppe mit 23 Teilnehmern führte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Manfred Hartl an. Diese marschierte von Schneitzlreuth, Reith, Au bei Lofer und den Tiroler Steig nach Kirchental. Andere kamen über den „Salzburger Steig“, mit dem Bus, dem Fahrrad oder mit ihren Autos, sodass man von einer wahren Sternwallfahrt sprechen kann.
Nach Ankunft zogen alle Pilger unter Glockengeläut in die Wallfahrtskirche ein, voraus das Wallfahrerkreuz der Ruhpoldinger, das diesmal von Alois Auer getragen wurde, dem diese Ehre aufgrund seines Engagements für die Erstellung des jährlichen Wallfahrerpilgerbuches zuteilwurde. Der Rektor von Kirchental, Pater Ludwig Laaber, begrüßt eingangs sehr herzlich die Pilger im „Pinzgauer Dom“. Pfarrer Otto Stangl zelebrierte mit Diakon Sepp Eixenberger den Wallfahrtsgottesdienst, an dem wieder einmal rund 180 Pilger teilnahmen. Musikalisch umrahmt wurde die Messe von der „Ruhpoldinger Rathausmusi“ und dem „Kirabiche-Viergesang“. Bezugnehmend auf das mitgetragene Wallfahrerbuch aus der Heimatkirche St. Georg sagte Pfarrer Stangl in seiner Predigt, dass damit der Dank und das Bitten zur Muttergottes von Kirchental gebracht wurden und ergänzte: „Wenn wir diese Wallfahrt machen, können wir auch das „Vater unser“ hernehmen, denn wenn man das Motto betrachtet, ist das Gebet auch ein verkleideter Lobpreis“. Darum sei es gut, wenn die Pilger für und miteinander beten.
Nach der Messfeier ist es bereits eine schöne Tradition, dass sich die Wallfahrer im Gasthof Hochmoos unterhalb des Tiroler Steiges noch zum gemütlichen Abschluss treffen - und sei es nur, um die Strapazen besser vergessen zu können. Für die musikalische Unterhaltung sorgten dort sechs Ruhpoldinger Musikanten und Sänger, die nach der Wallfahrt die Pilger flott unterhielten, obwohl sie selbst an der Jubiläumswallfahrt teilgenommen haben.