Pfarrei
St. Georg Ruhpolding


„Dem Himmel nah…“ – drei Tage in den Schladminger Tauern

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Drei Bergtage mit spirituellen Elementen verbrachte eine 16-köpfige Gruppe der Pfarrei St. Georg in den etwas weniger bekannten Niederen Tauern. Unter der Leitung von Pastoralreferent Georg Gruber ging’s mit geistlichen Impulsen, Zeiten des Schweigens, Gebeten und Liedern vom Schladminger Obertal aus durch diese wasserreiche, grüne Urgesteinlandschaft – vorbei an rauschenden Bächen und glitzernden Seen. Am ersten Tag lag der Schwerpunkt auf dem Wasser, das dann auch am Mittag reichlich von oben kam. So wurde der geplante Gottesdienst im Freien in einem Almstadel gefeiert. Übernachtet wurde auf der Keinprechthütte. Der zweite Tag führte durch das frühere Schladminger Bergbaugebiet, das gut zum eigenen „Weg nach innen“ passte. An der Zinkwand wurden vom 13. bis ins 20. Jahrhundert Silber, Kobalt und Nickel abgebaut. Besonders beeindruckend war das Begehen des Zinkwandstollens, der von der Nord- auf die Südseite des Berges führt. Verschiedene Etagen im Stollensystem werden mit Leitern überwunden. Am Stollenausgang musste dann noch eine Steilstufe ins Knappenkar mit Hilfe einer Leiter und eines Drahtseils überwunden werden. Über die Vetternscharte ging es dann auf einem unmarkierten Steig zu den wunderschön gelegenen Giglachseen, wo die zweite Nacht verbracht wurde. Am dritten Tag nutzten einige Teilnehmer noch die Gelegenheit zur Besteigung der Steirischen Kalkspitze (2459m) – einige nahmen auch noch die wenig höhere Lungauer Kalkspitze (2471m) mit. Gemeinsam ging’s dann über den einsamen Landauersee fast immer am Wasser wieder abwärts ins Obertal. Keine Wolke trübte den Blick, der bis zu den Hohen Tauern, dem Hochkönig und der schroffen Dachsteingruppe reichte. Das Erlebnis der Landschaft konnte so zum geistlichen Erlebnis werden, bei dem man sich dem Himmel nicht nur von den Höhenmetern her ein Stück näher fühlen darf.