Pfarrei
St. Georg Ruhpolding



Feierliches Patroziniumsfest der Pfarrgemeinde St. Georg

Patrozinium
Elf neue Paktisten wurden in die Gemeinschaft des Georgivereins aufgenommen
 
Am vergangenen Sonntag feierte die Ruhpoldinger Pfarrgemeinde ihren Patron und so stand das Patroziniumsfest ganz im Zeichen des heiligen Georg. Nach dem feierlichen Einzug des Altardienstes, der erfreulich großen Zahl von Paktisten des Georgivereins und einer Schar von Pfadfinderinnen in die festlich geschmückte Pfarrkirche, zelebrierte Pfarrer Otto Stangl gemeinsam mit Geistlichem Rat Bernhard Schweiger den Festgottesdienst. Ihm zur Seite standen Pastoralreferent Georg Gruber und Diakon Josef Eixenberger. Für die musikalische Gestaltung sorgte der Kirchenchor mit einer Orchestermesse und Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Friedrich Händel und Joseph Haydn.
 
Die Pfadfinderinnen, deren Schutzpatron ebenfalls der heilige Georg ist, waren an der Gestaltung des Festgottesdienstes beteiligt. Sie ließen die Geschichte des Kirchenpatrons Revue passieren und präsentierten eigene Gedanken auf Plakaten. Pastoralreferent Gruber sagte in seiner Predigt, dass Glauben einen tieferen Sinn habe. „Glauben heißt Vertrauen und nicht nur glauben, was man auch sieht“, sagte er. Auch der heilige Georg sei ein Zeichen für den Glauben und die Paktisten und die Pfadfinderinnen würden diesen Glauben weitertragen.
 
Für die 1756 von Papst Benedikt XIV. gegründete „St. Georgsbruderschaft“ war dieser Tag wieder ein besonderer Grund zum Feiern. Entsprechend groß war die Teilnahme der Paktisten, die bei allen kirchlichen Festen an ihren blauen Übermänteln mit roten Krägen gut erkennbar sind. Diese setzen das vor über 260 Jahren geschlossenen Bündnisses auch heute noch fort. Und damit die Tradition auch bewahrt bleibt, konnten in diesem Jahr mit Andreas Lang, Martin Lex, Hannes und Simon Kecht, Julian und Richard Senoner, Michael Haßlberger, Alexander Ringsgwandl, Stefan Pertl, Georg Hasselberger und Michael Schweiger gleich elf neue Paktisten in die Gemeinschaft des Georgivereins aufgenommen werden. Pfarrer Otto Stangl überreichte ihnen noch vor dem Schlusssegen die Ernennungsurkunden, in denen unter anderem vermerkt ist, dass die Paktisten die ehrenvolle Aufgabe haben, das Allerheiligste zu begleiten und die Figur des heiligen Georg zu tragen.
Patrozinium2

Gemeinsam unterwegs nach Emmaus

Ostern1
Ganz im Zeichen der Ökumene und der Freundschaft stand in diesem Jahr der Osterspaziergang.  Aus Anlass des 500. Reformationsgedenkens machten sich trotz des regnerischen und kalten Wetters rund einhundert katholische und evangelische Christen gemeinsam auf den Weg über vier Stationen von der evangelischen Johanneskirche zur Schlosskapelle. „Es ist eine Tradition geworden, sich beim Emmausgang auf den Weg zu machen und heute ist es zugleich ein Freundschaftsgang“, sagte eingangs Pastoralreferent Georg Gruber. Als Zwischenziele wurden die Schützenkapelle und die Johannes-Nepomuk-Kapelle an der Urschlauer Ache ausgewählt, ehe das Ziel des Spazierganges an der Schlosskapelle erreicht wurde. Die musikalische Begleitung hatten die „Haberngoaß-Geigenmusi“, Michael Meisl mit seiner Ziach, der „Meisl-Dreigesang“ und die Ruhpoldinger Weisenbläser übernommen. An den Stationen wurden zum Beispiel Texte von Anselm Grün und die mahnenden und aufrüttelnden Worte von Papst Franziskus aus seiner Rede in Lund vorgetragen, an die Legende von Johannes Nepomuk wurde erinnert, Texte zum Thema Freundschaft sowie ein Ausschnitt aus dem Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint- Exupery vorgelesen. Und damit die Teilnehmer auch etwas mit nach Hause nehmen konnten, wurden Erinnerungsgaben, wie eine Fläschchen Osterwasser, ein Osterbrot oder kleine geweihte Palmbuschen verteilt.  Am Ende des Osterspazierganges erinnerte Georg Gruber, dass die Schlosskapelle der Ort sei, „an dem die Ökumene in Ruhpolding seinen Ausgang fand“. Nach dem Schlusssegen von Pfarrer Otto Stangl wurde noch gemeinsam das Lied „Wahre Freundschaft soll nicht wanken“ gesungen.
Ostern2