Geistlicher Rat Bernhard Schweiger feierte sein Eisernes Priesterjubiläum
Ganz im Zeichen des Eisernen Priesterjubiläums von Pfarrer i. R. Bernhard Schweiger stand in diesem Jahr das Kirchweihfest in Ruhpolding. Mittlerweile ist es zwar schon eine Tradition, dass Pfarrer Otto Stangl die Ruhpoldinger mit ihren Ortsvereinen zur gemeinsamen Feier des Kirchweihfestes aufruft und auch dieses Mal hat sich wieder einmal gezeigt, dass es die Ruhpoldinger verstehen, gemeinsam den „Jahrtag“ zu feiern. Entsprechend schön gestaltete sich schließlich auch noch das wunderbare Herbstwetter.
Dem Jubiläum angepasst, fungierte Geistlicher Rat Schweiger selbst am Altar als Hauptzelebrant, begleitet von den Konzelebranten Ortspfarrer Otto Stangl und dem philippinischen Missionsbischof Leopold, unterstützt von Pastoralreferent Georg Gruber und Diakon Sepp Eixenberger. Der Ruhpoldinger Kirchenchor begleitete den Festgottesdienst auf Wunsch des Jubilars mit der „Windhaager Messe“ von Anton Bruckner.
Vor 65 Jahren habe er am Weihealtar das Sakrament der Priesterweihe empfangen dürfen, sagte der Jubilar eingangs seiner Predigt. Dafür sei er Gott dankbar. „Ich sage danke für die lange Zeit, die ich in der Kirche dienen durfte“. Rückblickend auf seine Jahre im Priesterleben meinte er weiter: „Es waren schöne, aber auch schwierige Zeiten dabei“.
Geistlicher Rat Schweiger ist ein „echtes Münchner Kindl“. Er wurde in der Landeshauptstadt geboren, ging dort zur Schule und war später Kurskollege des emeritierten Papstes, Benedikt XVI. Er empfing 1951 seine Priesterweihe. Häufig hat er in den folgenden Jahren seine Stellen wechseln müssen, ehe er 1969 für fast 30 Jahre in Freilassing Pfarrer wurde. 1997 ging er in Ruhestand und kam nach Ruhpolding, wo er auch heute noch als Hausgeistlicher im Heilpädagogischen Zentrum tätig ist.
„Seinem Namenspatron, dem heiligen Bernhard von Clairvaux, ist er ein Leben lang treu geblieben“, betonte Bürgermeister Claus Pichler in seiner Festansprache gegen Ende des Gottesdienstes. Er habe nun 19 Jahre seinen Dienst in Ruhpolding versehen. Große Herausforderungen haben seine Aufgaben beinhaltet, aber „er hat „eisern“ seinen Dienst versehen“. Dafür gebühre ihm auch der Dank der ganzen Gemeinde, sagte der Rathauschef. Im Namen der Pfarrgemeinde gratulierte ihm Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gisela Hunklinger. „Dank und Ehre, wem Dank und Ehre gebührt“ hob sie dabei hervor. Dazu gab sie einen Hinweis auf eine Stellwand im hinteren Kirchenschiff, auf der mit Bildern das große Wirken des Seelsorgers festgehalten ist. Außerdem sei er „unersetzlich als Hausgeistlicher bei den Schwestern im Heilpädagogischen Zentrum“.
„So viel Ehre habe ich nicht verdient“, meinte der Jubilar zum Abschluss des Gottesdienstes bescheiden. Und am Ende der Messefeier stand für die Gekommenen wieder eine Überraschung parat. Beim Verlassen der Kirche erhielt jeder Gottesdienstbesucher eine „Jubiläumskirchweihbutterschmalznudel“, was natürlich auf große Zustimmung stieß. Gemeinsam wurde das Schmalzgebackene an Ort und Stelle auf dem Kirchplatz verzehrt.