Pfarrvikar Hilger ist die Freude ins Gesicht geschrieben, er hat den schweren Aufstieg geschafft.
In diesem Jahr sind es 40 Jahre, dass Mitglieder und Freunde der Bergwandergruppe Kraiburg ein Gipfelkreuz am Sonneck (2.260 m) im Wilden Kaiser errichtet haben. Sie haben den schweren Aufstieg, bepackt mit Sand, Zement und Fundamenteisen auf sich genommen, um gut zwei Wochen später am 9. September 1978 das Kreuz aufzurichten. 24 Bergsteiger haben erneut den schweren Aufstieg auf sich genommen, um das Werk zu vollenden, Pfarrer Werner Giglberger hat am 17. September das Kreuz geweiht.
Seit dieser Zeit hat die Bergwandergruppe zusammen mit Pfr. Giglberger fünf weitere Bergmessen am Gipfel des Sonneck abgehalten.
Zum 40-jährigen Bestehen war es der Wunsch vieler Bergfreunde, wieder eine Messe am Gipfelkreuz der Kraiburger anzubieten. Es wurde ein Pfarrer gesucht, aber nachdem die Zusage an einem Sonntag schier unmöglich schien, wich man auf Samstag aus und Pfarrvikar Hilger sagte spontan zu.
Am 8. September starteten verschiedene Gruppen um 5 Uhr früh nach Scheffau. Das Wetter konnte nicht genau bestimmt werden, und tatsächlich, es regnete in der Nacht und der Aufstieg war dementsprechend "bazig".
So gegen 11:30 Uhr hatten alle das Ziel erreicht und die Messe konnte beginnen. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst auf luftiger Höhe von Musikanten der Blaskapelle Kraiburg. Sie hatten ihre Instrumente im Rucksack dabei, ein herzlicher Dank an diese Gruppe.
Bravo und Dank an Pfarrvikar Hilger. In einem Gespräch meinte er schon, er hat einen satten Muskelkater und hätte nicht gedacht, dass das so anspruchsvoll und anstrengend ist.
Der Leiter der Bergwandergruppe, Hannes Fischer, erinnerte nach der Messe an die Anfänge, die Beweggründe und die Organisation, um die Genehmigung zur Errichtung zu erreichen. Einen besonderen Dank sprach er an den Initiator Sepp Brandl, an den Erbauer des Kreuzes Schorsch Jackl und an die Freunde der Bergwandergruppe, die das Kreuz errichtet haben. Sie wurden namentlich genannt und den bereits verstorbenen Bergfreunden besonders gedacht.
Es bleibt zu hoffen, dass das Gipfelkreuz der Kraiburger oft ein Ziel ist für den Bergwanderer und zur Ehre Gottes.
Die geplante Prozession fiel ins "Wasser". Pfarrer Seifert stellte in seiner Predigt den Dank heraus, dass wir in einer Welt leben dürfen, in der wir alle Früchte ernten können. Er stellte den Vergleich zu Afrika her, denn vor wenigen Wochen hat er die Missionsstation in Simbabwe besucht, in der Sr. Katharina Stenger wirkt. Hier hat er "live" erlebt, was es heißt, mit einer spärlichen Ernte, teilweise ohne Arbeit und Einkommen, leben zu müssen. Dankbar sein für die selbstverständlichen Belange, das war Thema seiner Predigt. Während des Gottesdienstes, der von der Blaskapelle Kraiburg musikalisch umrahmt wurde, wurden neue Ministranten aufgenommen. Lesen Sie dazu den separaten Bericht.
Das Gotteshaus war aber auch noch fein auf diesen Erntedankgottesdienst vorbereitet. Mesner Jürgen Schwab hatte den Altar mit Gaben geschmückt, viele Fahnen der örtlichen Vereine schmückten die Seiten und die Ministranten waren mit Erntebuschen angetreten.Nach dem Gottesdienst wurden Brote im Rahmen der Aktion Minibrot gegen eine Spende ausgegeben.
Es war schon lange vorhergesagt, der Sonntag wird der schönste Tag der Woche und es war Palmsonntag. Zur Prozession mit vorhergehendem Standkonzert der Blaskapelle passte der Rahmen für diesen kirchlichen Festtag. Viele Kirchgänger fanden sich am Seniorenheim St. Nikolaus ein. Der Kulturkreis verkaufte Palmbuschen, der Erlös geht an die Kindergärten in Kraiburg. Aber viele kamen mit wunderschönen Buschen aus eigener Fertigung. Die Demonstration für den Glauben erinnert an den Einzug Jesu nach Jerusalem, nach der Heiligen Schrift auf einem Esel und mit Palmzweigen. Nach der Segnung der Palmbuschen bildete sich ein langer Kirchenzug. Angeführt von der Blaskapelle, folgten die Fahnenträger, dann die Kinder, die Ministranten mit Pfarrer Seifert und den Abschluss bildeten die zahlreichen Gläubigen. Die Kinder feierten im Pfarrsaal, die erwachsenen Gläubigen in der Marktpfarrkirche. Die Teilung war sinnvoll, weil die Matthäus-Passion die Kinder wohl überfordert hätte. Ein Palmsonntag im Gedenken an den Tod Jesu, jedoch mit der Freude, dass herrlicher Sonnenschein den Tag begleitet hat.
Zum Erntedankfest am 25. September musste die Prozession wegen Regens abgesagt werden. In der Kirche erwartete die Gottesdienstbesucher ein herrliches Bild. Vor dem Altar waren die Erntegaben zusammen mit einem Laib Brot aufgerichtet. Es war zugleich ein Familiengottesdienst und verschiedene Kinder sprachen Gedanken und Gebete zum Dank für die reiche Ernte.
Der Familiengottesdienst wurde auch genutzt, um die neuen Ministranten vorzustellen, Pfarrer Seifert segnete sie und übergab ihnen das Ministrantenkreuz.
Die neuen MinistrantInnen sind: Bernadette Gregori, Tyler Hanrieder, Claudia Kiefinger, Katharina Köhler, Maximilian Konings, Peter Oberbacher, Marcel Perger, Magdalena Schrankl und Niklas Welspillich.
Die Bergwandergruppe Kraiburg organisierte die Bergmesse am Sonntag, 10. Juli 2016. Der vollbesetzte Bus fuhr um 7.00 Uhr nach Ellmau. Der kurze Aufstieg neben dem Astberglift zum Berggasthof am Hollenauer Kreuz war von den meisten Teilnehmern nach einer knappen Stunde geschafft. Oben zählte man dann knapp 200 Anwesende, die an der Bergmesse teilnahmen. "Bergpfarrer" Werner Giglberger erinnerte daran, dass wir wieder Bergmesse feiern dürfen, ja und die Berge sind immer noch da. Er brachte auch die Freude zum Ausdruck, dass wir an diesem herrlichen Fleckchen Erde Gottesdienst feiern dürfen.
Musikalisch umrahmt wurde die Messe von der Blaskapelle Kraiburg und dem Fischer-Dreigsang mit Lenz Rosenberger. Viele Teilnehmer wanderten nach der Messe im Gebiet um den Astberg, während am Berggasthof die Blaskapelle die Übrigen musikalisch unterhielt. Den Rückmarsch zum Bus begleitete natürlich die Blaskapelle.
Ein wunderschöner Tag zur Ehre Gottes, aber auch eine Wohltat für die Seele. Das Miteinander und die Geselligkeit kamen auch nicht zu kurz.
In der voll besetzten Kirche waren sie der Mittelpunkt und in der Tat am Tisch des Herrn. Pfarrer Michael Seifert begrüsste sie und selbstverständlich auch die Eltern, die sich dafür entschieden haben, ihre Kinder als junge Christen zu begleiten.