Der Gottesdienst wurde in ökumenischer Vielfalt vorbereitet. Beteiligt waren Peter Glaser, der in der
Katholischen Hörbehindertenseelsorge im Erzbistum München und Freising arbeitet, sowie Pfarrerin Sonja Simonsen und Juho Saarinen, die beide in der Evangelischen Gebärdensprachlichen Gemeinde München tätig sind.
Die Bibeltexte im Gottesdienst erzählten davon, dass Menschen Gott vertrauen dürften, weil sie Gott in allen Lebenslagen begleitet. Von diesem Vertrauen erzählte auch Frau Kneißl von den Gehörlosen Bergfreunden. Sie schilderte ein tragisches Unglück vor 45 Jahren: Damals wurde eine Hütte der Gehörlosen Bergfreunde München e.V. bei einem Lawinenabgang zerstört. Von den acht Menschen, die sich damals in der Hütte befanden, starben vier Menschen. Darunter auch Frau Kneißls Tochter. Sie berichtete von ihrem Weg durch viel Dunkelheit hin zu einer neuen Freude am Leben und auch an den Bergen. Herr Zott ergänzte anschließend von seinem abenteuerlichen Weg durch die Unglücksnacht, um Hilfe für seine verschütteten Kameraden zu finden. Es gelang ihm nach verzweifelter Suche und nachdem er auch vergeblich an verschlossene Türen geklopft hatte.
An die Erzählungen wurde der Verstorbenen gedacht und Gott gedankt für alles Gute, was wir im Leben finden können. Davon sprach schließlich Juho Saarinen in seiner Auslegung des Evangeliums vom Hausbau. Er lud dazu ein, die Worte Jesu in das Herz zu lassen und damit für das Positive und Schwierige im Leben Kraft zu bekommen. Als Beispiel nannte er die Überlebenden des Unglücks, die immer wieder Kraft für das Leben bekamen. Ihrem Beispiel könnte man folgen.