„Was soll man über ein Land sagen in dem Schokolade und Bier zu Kulturgut gehören“… Wenn Sie das auch noch nicht so genau wissen, dann fahren sie doch vom 30.08. - 05.09.2018 mit uns in das „Goldene Flandern“. Der genaue Plan wird gerade ausgearbeitet, aber freuen sie sich schon mal auf malerische Städte wie Brügge und Gent, Pieter Breughel und Peter Paul Rubens, Chocolatiers und Diamantenschleifer, romantische Grachten und noble Kaufmannshäuser. Die Reiseprospekte mit allen Hinweisen werden ab Ende Dezember in unseren Kirchen ausliegen.
Organisation und Informationen: Renate Stocker (PGR)Tel. 08105 4399
Eigentlich hätten wir es nicht besser treffen können. Herrliches Wetter begleitete uns auf unserer gesamten Reise. „Wenn Engel reisen…“ sagte unsere römische Stadtführerin Christina so treffend.
Am ersten Tag ging es pünktlich mit 36 Mitreisenden per S-Bahn zum Flughafen. Im Flughafengebäude waren wir dann vollzählig – auch Herr Schneider, unser Reiseführer vom Pilgerbüro, war da. Kleinere und größere Hindernisse mussten jedoch noch bewältigt werden; unser Pfarrer stand z. B. nicht auf der Check-in Liste. Aber wir hatten Glück und am Ende durfte unser geistlicher Beistand doch noch mitreisen. Unser Flug hatte dann auch noch reichlich Verspätung. Aber endlich: Wir waren in Rom! Mit dem Bus steuerten wir auch schon unser erstes Ziel an: die Calixtus-Katakomben. Natürlich mit Verspätung. Der Gottesdienst fiel etwas kürzer aus, es galt die letzte Führung zu erwischen. Aber alles hat sich gelohnt. Die Katakomben - schaurig schön und furchtbar alt. Danach ging es ins Hotel. Einchecken, auspacken, Abendessen und erst mal todmüde ins Bett fallen.
Der zweite Tag bescherte uns wieder einen heißen Sonnentag und wir steuerten unser erstes Ziel an: den Petersdom. Jeder kennt ihn, aber keiner von uns hat den Petersdom jemals mit Christina erfahren. Unsere Stadtführerin war eine glänzende Geschichte(n)-Erzählerin. So wurde der Petersdom für uns erlebbar und 3 Stunden vergingen wie im Flug. Sogar unser Weihbischof v. Stolberg lief uns noch über den Weg. Zum Abschluss warfen wir noch einen Blick auf die Papstgräber und vor allem auf das Petrus-Grab. Am Nachmittag besichtigten wir das Kolosseum – von außen – und spazierten zum Forum Romanum. So eine Stadtbesichtigung ist schon sehr anstrengend und so waren alle froh, am Abend in einer gemütlichen Osteria in Trastevere sitzen zu können und zu Abend zu essen.
Tag 3 führte uns in die Vatikanischen Museen - immer mit Christinas Geschichten im Ohr. Die Krönung war natürlich die Sixtinische Kapelle. Dieses Kunstwerk im Original zu schauen, war einfach grandios. Des Mittags ging eine kleine Gruppe noch hinüber zum deutschen Friedhof. Noch überwältigt von all der Kunst ging es nach dem Mittagessen fußläufig weiter Richtung Altstadt Rom. Piazza Navona, Pantheon, Trevi-Brunnen, Spanische Treppe. Wenn es in Rom wirklich tolle Sachen zu bestaunen gibt – Sitzplätze sind es garantiert nicht. Die Füße brannten.
Am vierten Tag stand ein Besuch von St. Giovanni in Laterano an, der ersten Kirche der Christen in Rom. In einer wunderschönen Seitenkapelle feierten wir Gottesdienst. Zufällig trafen wir noch unseren ehemaligen Kaplan Rauscher, der mit seiner Gruppe nach uns den Gottesdienst feiern wollte. Neben der Basilika St. Giovanni in Laterano besuchten wir noch die Heilige Treppe. Wir waren zeittechnisch schon etwas in Verzug geraten, denn wir wollten doch noch San Prassede und St. Maria
Maggiore anschauen, bevor sich die Mittagsruhe über die Stadt legt. Weiter ging es nach Tivoli, wo die Villa d’Este und vor allem der phantastische Garten mit den Wasserspielen auf uns warteten. Die Villa selbst war nach all der Pracht der römischen Kirchen eher ein wenig „einfach“ in der malerischen Ausstattung. Aber das Hauptaugenmerk lag sowieso auf dem Garten. Durch die vielen Brunnen spürte man hier die Hitze weniger, aber es war schon sehr anstrengend. Hier klang der Tag aus und der Bus fuhr uns wieder ins Hotel zurück. Wir verabschieden uns von Christina, unserer phantastischen Stadtführerin.
Der fünfte Tag stand ganz im Zeichen der Abreise. Wir verließen Rom aber nicht, ohne vorher nochmal eine Kirche besichtigt zu haben: St. Paul vor den Mauern mit dem Grab des Apostels Paulus. Gegen 12 Uhr dann der Aufbruch Richtung Flughafen. Der Rückflug war problemlos und München erwartete uns mit Sonnenschein.
Die Rom-Reise geht zu Ende, aber diese tollen Erlebnisse, die bleiben.
Isabelle Feix
„Deshalb hoffen wir auf eine baldige Fortsetzung.“ Mit diesem Satz endete der Bericht von der Pfarreireise im Weihnachtspfarrbrief
2015. Dank Reni Stocker ging dieser Wunsch prompt in Erfüllung. Die Studienreise führte diesmal nach Burgund im Herzen Frankreichs. Dieser liebliche, von Flüssen und Kanälen durchzogene Landstrich ist berühmt durch seine Stätten, welche an die seit Asterix allgemein bekannte Unterwerfung der Gallier durch die Römer erinnern, durch seine bedeutenden mittelalterlichen Pilgerkirchen und Klöster, die nach ganz Europa ausstrahlten, durch seine gefragten Weine oder den Senf von Dijon. Auch spielte Burgund unter seinen vier Großherzögen für ein gutes Jahrhundert eine wichtige Rolle in der europäischen Politik (nicht ohne Zutun von Frauen aus dem Hause Wittelsbach).
„Umara simme“, das heißt kurz vor 7 Uhr an St. Sebastian und kurz nach 7 Uhr am Neugilchinger Bahnhof, ging die Fahrt per Bus am Sonntag den 4. September los. Die 27 Teilnehmer (so viele, dass sich sogar der veranschlagte Preis etwas verringerte) konnten es sich in dem
50er-Bus gemütlich machen, wozu auch die beachtliche Getränkekarte an Bord beitrug. Der Fahrer war, wie schon sein Name Attila verriet, ein waschechter Ungar. Mit dabei war diesmal auch Pfarrer Franz von Lüninck, der Burgund von einem mehrmonatigen Aufenthalt schon gut kannte und das Ausschlafen dem Frühstück vorziehen sollte. Wer mochte, hatte sich schon mit dem Reiseführer, den jeder vorab bekommen hatte, auf die Reise vorbereitet.
Über Lindau, Bregenz und Basel gelangten wir zur Burgundischen Pforte und von dort schließlich – nach ca. elfstündiger Fahrt (samt Pausen) – zu unserem ersten Hotel Le Relais Fleuri bei Avallon. Dort konnten wir die ersten drei Nächte in Bungalows (mit Park und Pool) verbringen, bei gepflegter Küche und der Feier des 81. Geburtstags einer Mitreisenden, die uns allen großzügig einen Kir spendierte.
Der zweite Tag brachte uns bei etwas Nieselregen zur romanischen Basilika Ste-Madeleine im nahe gelegenen Bergstädtchen Vézelay, einem eindrucksvollen Reiseauftakt. Von dort wanderten wir ein Stück bergab auf dem Jakobspilgerweg. Dann fuhr uns der Bus nach Auxerre, wo uns französische Kathedralgotik erwartete, aber auch eine karolingische Krypta. Angesichts der vielen Hausboote auf der Yonne geriet der uns schon von Südengland her bekannte Reiseleiter Peter Kotschwara ins Schwärmen, was uns die ganze Fahrt bei jeder passenden Gelegenheit begleiten sollte.
Die nächsten Tage, die nun bis zum Schluss sonnig waren, führten uns durch weite Täler und Weinberge unter anderem zur Baukunst der Zisterzienser (Fontenay) und der Cluniazenser (Cluny, Autun usw.), zu Wirkungsstätten der Großherzöge (Dijon, Champmol, Beaune), zum barocken Château de Bussy-Rabutin, zur romanischen Dorfkirche von Chapaize, in charmante Städtchen wie Semur-en-Auxois oder in die Bergsiedlung Brancion, oft auch vertieft durch einschlägige Museumsbesuche.
nicht zu kurz. Eine Weinprobe versteht sich von selbst. Zwei Picknicks mit allem Drum und Dran erfreuten nicht nur uns, sondern auch die vorbeifahrenden Franzosen. Die Teilnahme am Mittagsgebet in Taizé brachte eine Verschnaufpause.
Unseren Dank-und Abschiedsgottesdienst feierten wir in Paray-leMonial. Über Ottmarsheim im Elsass, einer willkommenen Dreingabe, ging es am 11. September zurück nach Gilching. Ich denke, die Reise war ihr Geld mehr als wert.
Lothar Altmann