Vortrag von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Montag, 12. November 2018, 19.30 Uhr
Kloster Reisach, Klosterweg 20, 83080 Oberaudorf
Veranstalter: Karmelitenkloster Reisach, Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach, Bildungswerk Rosenheim e.V. und Evangelisches Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V.
Eintritt frei
Kurzbeschreibung:
"Und die Bibel hat doch recht!", behauptet ein viel beachteter Buchtitel (Werner Keller). Wie war das wirklich mit den Mauern von Jericho? Hat der Auszug aus Ägypten so stattgefunden, wie ihn die Bibel, aber auch der Koran schildern? Wie geht der Koran eigentlich mit der Geschichte Israels um? - Die sogenannte "Biblische Archäologie" hat sich schon lange von dem Anspruch gelöst, das Geschichtsbild der Bibel verifizieren zu wollen. Welche Übereinstimmungen gibt es dennoch, und wie sind die Divergenzen zu bewerten? Was ergibt sich aus dem Befund der Archäologie für das Verständnis von Hebräischer Bibel, Neuem Testament und Koran?
Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Biographisches:
Stefan Jakob Wimmer, geb. 1963 in München, hat sieben Jahre in Jerusalem Ägyptologie und Archäologie studiert und im Orient als Archäologe gearbeitet. Er ist apl. Professor an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät und Lehrbeauftragter an der Kath.-Theol. Fakultät der LMU München, Fachreferent für Hebraica, Jiddisch, Alter Orient und Ägyptologie an der Orientabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek und 1. Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde Abrahams.
Vortrag von P. Dr. Lukasz Steinert OCD
Montag, 21. Januar 2019, 19.30 Uhr
Kloster Reisach, Klosterweg 20, 83080 Oberaudorf
Veranstalter: Karmelitenkloster Reisach, Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach, Bildungswerk Rosenheim e.V. und Evangelisches Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V.
Eintritt frei
Kurzbeschreibung des Vortrags:
Der am 11. März 2018 verstorbene Kardinal Karl Lehmann hat ein geistliches Testament hinterlassen, in dem zu lesen ist: „Wir haben uns alle, gerade in der Zeit nach 1945, tief in die Welt und das Diesseits vergraben und verkrallt, auch in der Kirche. Dies gilt auch für mich. Ich bitte Gott und die Menschen um Vergebung.“ Dieses für viele überraschende und berührende Zeugnis des großen Theologen und kirchlichen Zeitzeugen, wirft die Frage nach Sinn und Wert der „Welt“ für den christlichen Glauben auf. Was meint die Theologie, wenn sie über die „Welt“ spricht? Mögliche Antworten finden wir bei Romano Guardini (1885-1968), der die Theologie und das kirchliche Leben als „Hinwendung zur Welt“ erneuern wollte, sowie bei Joseph Ratzinger/Benedikt XVI., der einerseits „von bleibender Aktualität“ dieses großen Lebensthemas von Guardini sprach, andererseits während seines letzten Deutschlandbesuches auf die Notwendigkeit einer „Entweltlichung“ der Kirche pochte. Handelt es sich hier um einen Bruch zwischen den beiden Theologen, oder vertiefen sie verschiedene Aspekte der Beziehung zwischen Glaube und „Welt“? Ist es mehr als fünfzig Jahre nach dem II. Vatikanischen Konzil an der Zeit, dass sich die Kirche der „Welt“ radikaler zuwendet, oder deutlicher auf Distanz zu ihr geht?
Biographisches:
Lukasz Steinert, Dr. theol., geb. 1980 in Oppeln (Polen), seit 1999 im Karmelitenorden, nach pastoralem Dienst in Berlin, München und Neubiberg (2006 - 2010) Promotionsstudium in Theologie an der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom, Promotion über Erich Przywara. Er unterrichtet Theologie in Rom an der Päpstlichen Fakultät „Teresianum“ und arbeitet zeitweise im Kloster Reisach (Oberaudorf) mit.
Vortrag von Kirchenrat Dr. Rainer Oechslen
Montag, 11. Februar 2019, 19.30 Uhr
Kloster Reisach, Klosterweg 20, 83080 Oberaudorf
Veranstalter: Karmelitenkloster Reisach, Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach, Bildungswerk
Rosenheim e.V. und Evangelisches Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V.
Eintritt frei
Kurzbeschreibung:
Islam und Christentum sind auf dem gleichen Boden entstanden – nämlich dem des Judentums. In ihren Überlieferungen und ihrer Entwicklung gibt es viele Parallelen. Wo die Übereinstimmungen so deutlich sind, fallen die Unterschiede umso mehr ins Gewicht.
Der Referent wird Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Religionen aufzeigen.
Biographisches:
Kirchenrat Dr. Rainer Oechslen ist seit 2007 Beauftragter für interreligiösen Dialog und Islamfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
Vortrag von Dr. Beate Beckmann-Zöller
Montag, 8. April 2019, 19.30 Uhr
Kloster Reisach, Klosterweg 20, 83080 Oberaudorf
Veranstalter: Karmelitenkloster Reisach, Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach, Bildungswerk Rosenheim e.V. und Evangelisches Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V.
Eintritt frei
Kurzbeschreibung des Vortrags:
Wissenschaft und Religiosität prägen die Philosophin Edith Stein (1891-1942), anspruchsvolles Denken und spirituelle Suche, Judentum und Christentum. Als Frau in einem Männerberuf, als Jüdin in einem antisemitischen Umfeld, Edith Stein steht in vielen Spannungsfeldern. Welchen Weg geht die ungläubige Studentin bis hin zur Mystik, die sie befähigt zum Martyrium für Christus?
Biographisches:
Dr. Beate Beckmann-Zöller (Jg. 1966) ist freiberufliche Religionsphilosophin, Dozentin an der KSH München, Vize-Präsidentin der Edith Stein Gesellschaft Deutschland und Bearbeiterin von 7 Bänden der Edith Stein Gesamtausgabe; sie ist Mitglied der kath. Laiengemeinschaft "Immanuel Ravensburg".