„Jeder ist normal – bis du ihn kennst“ lautete der Titel des Vortrages von Schwester Teresa Zukic, die am Donnerstag pointenreich und zugleich mit unnachahmlicher Ruhe bereits zum zweiten Mal in Mauern die Zuhörer in ihren Bann zog. Um die siebzig Besucher waren zum „Alten Wirt“ gekommen, um die in Medien, Funk und Fernsehen seit Jahren präsente Ordensschwester zu hören und kennenzulernen. Und der Besuch hatte sich allemal gelohnt, viele wertvolle Impulse, Anregungen und Ermunterungen zeichnete die Nonne auf. Mit ihrer milden und warmherzigen Stimme, ihrer Fröhlichkeit und einem befreienden Lachen steckte sie an. Als Skateboard fahrende Nonne wurde Schwester Teresa durch ihre spirituellen Impulse in ihren Vorträgen in ganz Deutschland bekannt und die Powerfrau begeistert seither Menschen für ein aufregendes, lebendiges Christ sein. Zukic ist Buchautorin und gibt überkonfessionell Vorträge und Besinnungstage und auch seit Jahren Motivationstrainings für Mitarbeiter und Topmanager. Die Ordensfrau komponiert aber auch Rockmusicals. 2004 erhielt sie den Kulturpreis für Musik und Gegenwartsliteratur des Kreistages der Stadt Bayreuth und 2013 wurde ihr die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland überreicht. „Wir hören nicht auf über Kränkungen nachzuzdenken“, es gebe böse, freche und gemeine Menschen – man könne oft nicht verhindern, was diese einem antun, so Schwester Teresa. Es koste sehr viel Energie, böse zu sein. Man könne in so einem Fall nur versuchen, die Missgunst dieser Menschen nicht an sich heranzulassen. Ein derartiger Mensch oder Nachbar könne krankmachen, er sei es aber nicht wert, sich über dessen Unnachgiebigkeiten und Kränkungen aufzuregen – man müsse aufhören darüber nachzudenken – denn wenn die Seele leidet, werde der Körper krank. Dies könne ans Herz oder andere Organe des Körpers gehen, viele Menschen mache Streit traurig oder depressiv. Am Beispiel der Bergpredigt zeigte die Ordensschwester auf, wie Konflikte zu lösen seien. Vergebung sei dringend notwendig, man solle sich immer denken „Dieser Tag kommt nicht mehr wieder“. Eine mögliche Methode, sich selbst Gutes zu tun, sei Humor, der gebe Hoffnung und einen guten Schlaf. „Wer lacht, der kann nicht gleichzeitig aggressiv sein“, habe schon der Philosoph Immanuel Kant gesagt. Lachen habe keine Nebenwirkung und es sei schön in ein freundliches und lachendes Gesicht zu blicken. „Wenn sie nicht lachen, müssen die anderen Menschen ihr Gesicht ertragen“, so Zukic. „Wenn du nicht an Wunder glaubst, sei selber eines und glaube an Gott“, so könne man Mut haben, zu vergeben. „Seien sie großzügig zu anderen und zu sich selbst“, denn mit Güte und Leidenschaft könne man die Welt verzaubern. „Vergelt´s Gott“ für die schönen Augenblicke sagte Pfarradministrator Viktor-Roland am Ende eines heiteren Abends mit ernstem Hintergrund. Er habe Schwester Teresa nun schon zum zweiten Mal nach Mauern eingeladen und gekommen sei ein „Engel“ – sie habe auch dieses Mal eine wunderschöne, tolle Botschaft zu den Zuhörern gebracht.