Flintsbach/Fischbach/St. Margarethen: Kürzlich wurde im Pfarrgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin Flintsbach die neue Gemeindeassistentin Manuela Bauer den Gottesdienstbesuchern und der Pfarrei St. Martin Flintsbach eingeführt. Nach dem Weggang von Pfarrvikar Andreas Lederer ist nun das Seelsorgeteam des Pfarrverbandes Brannenburg – Flintsbach wieder vollständig. Dekan Pfarrer Helmut R. Kraus hieß Manuela Bauer nach Ihrer vor kurzem erfolgten Vorstellung in Degerndorf, auch in der Pfarrkirche Flintsbach willkommen. In der Begrüßung verwies er auf den Begriff Gemeinschaft und die Bedeutung vom Wissen voneinander. Frau Bauer stellte sich zu Beginn des Gottesdienstes kurz selbst vor. Nach Abitur, Banklehre und BWL-Studium an der LMU München nahm sie (wie sie es nannte) „ihren Beruf als Familienmanagerin“ auf. Wohnhaft in Nußdorf wuchs sie zusammen mit ihren Kindern in die Pfarrgemeinde vor Ort hinein. Kommunionmutter, Firmhelferin, Mitglied im Familiengottesdienstteam, Lektoren-, Kommunionhelferdienst und die Leitung von Wortgottesfeiern waren die weiteren Stationen und machten neugierig, mehr vom Glauben zu erfahren. So schloss sich ein mehrjähriges Theologie Fernstudium mit dem Berufsziel „Gemeindereferentin“ an, welches sie im letzten Jahr erfolgreich abschloss. Seit 1. September ist Manuela Bauer nun im, wie sie es nennt, „großen und lebendigen Pfarrverband Brannenburg Flintsbach“ als Gemeindeassistentin tätig. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte in der Gemeindepastoral sind die Vorbereitung auf die Erstkommunion und die Organisation der Sternsinger. Des Weiteren ist sie als Religionslehrerin an der Maria - Caspar – Filser – Schule tätig. Hinzu kommen noch weitere fachliche Fortbildungen, die mit der Prüfung zur Gemeindereferentin in gut 2 Jahren abschließen werden.
Mit der Bemerkung, dass ihr die Rokokopfarrkirche sehr gut gefalle und sie sich freut, die Pfarrmitglieder näher kennen zu lernen, um gemeinsam an einer lebendigen und vielseitigen Kirche zu bauen, schloss Manuela Bauer ihre Vorstellung vor der Pfarrei Flintsbach.
Nach der Vorstellung von Gemeindeassistentin Manuela Bauer (Bildmitte mit Blumenstrauß) in der Pfarrkirche St. Martin Flintsbach freuen sich v. li n. re. Barbara Weidenthaler (Gemeindereferentin), Dekan Pfarrer Helmut R. Kraus und Diakon Thomas Jablowsky auf die Verstärkung im Seelsorgedienst.
Foto: Florian Stadler
Lebendige Rosenkranztraditon in Flintsbach
Ausstellung einmaliger Rosenkranzfahnen in der Pfarrkirche St. Martin
Flintsbach: In der Pfarrei St. Martin Flintsbach (Urpfarrei des bayerischen Inntals) ist ein umfangreicher Traditionsfundus vorhanden, der mit Sorgfalt immer noch gepflegt wird. So wird auch die Tradition der Rosenkranzbruderschaft, (gegründet 1653) im Rosenkranzmonat Oktober durch spezielle Oktoberrosenkränze und dem öffentlichen Ausstellen der im oberbayerischen Umland einmaligen Rosenkranzfahnen lebendig gehalten.
Geschichtlich gilt der Heilige Dominikus (1170 – 1221) als Urheber des Rosenkranzes und der Rosenkranzbruderschaften. Nach dem im Zeichen des Rosenkranzes am 7. Oktober 1571 unter Don Juan de Austria zu Lepanto errungenen Sieges über die Türken, wurde das Rosenkranzfest von Papst Gregor III. im Jahr 1573 eingeführt. Seither gilt der Monat Oktober als Rosenkranzmonat.
Hinweis zur Rosenkranzbruderschaft Flintsbach.
Sie ist im Jahre 1653 (nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges) gegründet worden und war sehr bedeutend im Inntal. Ihre Mitglieder rekrutierten sich nicht nur aus dem Bereich der Pfarrei Flintsbach (Urpfarrei des Inntals), sondern auch aus überregionalen Einzugsgebieten, von Rosenheim bis sogar nach München. Diese in ihrer Blütezeit auch sehr vermögende Vereinigung schaffte im Jahr 1768 15 Fahnen mit Rosenkranzthemen an. Maler war Johann Georg Zelger, ein außerordentlich begabter Künstler, dessen Werke in den Kirchen Flintsbach, Großholzhausen, Brannenburg dem Petersberg zu bewundern sind.
In Flintsbach, wo die älteste Rosenkranzbruderschaft des bayerischen Inntals gegründet wurde, lebt im Oktober die Rosenkranztradition auf. So werden Rosenkränze in der Allerheiligenkapelle (im alten Kirchenfriedhof gelegen) oder der Pfarrkirche gebetet (Näheres ist der Gottesdienstordnung zu entnehmen).
In der Pfarrkirche St. Martin sind während des Monats Oktober die historisch einmaligen Rosenkranzfahnen, gemalt von dem bekannten Maler Johann Georg Zelger aus dem Jahre 1768 aufgestellt und zu besichtigen. Von den ursprünglich 15 Fahnen sind noch 11 erhalten. Diese Fahnen wurden in den letzten Jahren frisch renoviert. Die Rosenkranzfahnen sind mit weißen, roten und goldfarbenen Rosen umrahmt, welche auf die freudenreichen- schmerzhaften- und glorreichen Geheimnisse hinweisen. Auf der Vorderseite ist jeweils farbenprächtig das neutestamentliche Geheimnis und auf der Rückseite, in Grisaillemalerei, eine entsprechende alttestamentliche Szene dargestellt. Die Wirkung der Fahnen kommt in der reich verzierten Rokkokokirche St. Martin voll zum Tragen, weshalb sich ein Besuch gerade jetzt lohnt. Für den Rest des Jahres sind die Fahnen und umfangreich erhaltenes Inventar der Rosenkranzbruderschaft im Pfarrmuseum St. Martin Flintsbach, jeweils am Sonntag nach dem Gottesdienst von 10 - 11 Uhr zu besichtigen. Zusätzlich können Führungen telefonisch mit dem Leiter des Museums Günther Westenhuber, Tel.: 08034 4113, vereinbart werden.
Bei dieser Gelegenheit lohnt sich auch der Besuch des Flintsbacher Kirchenfriedhofes, der die Pfarrkirche St. Martin umgibt. Dieser wurde 1979 unter der Regie von Geistl. Rat Magister Pfarrer Josef Rosenegger und Kirchenpfleger Josef Wieland wiederbelebt. Mit dem Erwerb des Friedhofsführers für 5,00 Euro, der im Eingangsbereich der Pfarrkirche aufliegt, kann man zum Erhalt dieses einmaligen Gedenkortes mit seinen 100 Grabkreuzen aus 6 Jahrhunderten, von der Frühgotik bis zum Klassizismus, beitragen.
Blick in die Rokokopfarrkirche St. Martin Flintsbach wo im Oktober die 11 einmaligen Rosenkranzfahnen aufgestellt sind
Foto: Johann Weiß
Eine der 11 Rosenkranzfahnen aus dem Jahr 1768 von Johann Georg Zelger, welche in der Pfarrkirche St. Martin Flintsbach im Rosenkranzmonat Oktober zu besichtigen sind.
Foto: Johann Weiß
Donnerstag, 11. Oktober 2018 18:30 Uhr
Oktoberrosenkranz
19:00 Uhr
Abendmesse
Samstag, 13. Oktober 2018
09:00 Uhr
Goldener Samstag auf Schwarzlack
Samstag, 13. Oktober 2018 19:00 Uhr
Vorabendmesse
Sonntag, 14. Oktober 2018 09:00 Uhr
Pfarrgottesdienst
Sonntag, 14. Oktober 2018 10:30 Uhr
Friedensgottesdienst mit Friedensglocke
Vor 100 Jahren endete der 1. Weltkrieg.
Dazu lenkt das Bildungswerk Rosenheim in Form einer Ausstellung ab November 2018 den Blick zurück auf die Jahre 1914 -1918.
Eine alte Schiffsglocke "SK-Göben 1916" stammt aus dem Nachlass von Hans Möller,
der im 1. Weltkrieg bei der Marine diente.
Diese Schiffsglocke ist als Friedensglocke in Gruppen und Pfarreien des Landkreises Rosenheim unterwegs mit der Frage:
Was bedeutet Frieden für mich?
Gestaltet von verschiedenen Ortsgruppen
Musikalisch unterstützt von der Degerndorfer Rhythmusgruppe
In den darauf folgenden 12 Tagen wird die Glocke bei weiteren Gottesdiensten präsent sein.
Flintsbach am Samstag, 20. Oktober 2018
Brannenburg am Sonntag, 21. Oktober 2018
Sonntag, 14. Oktober 2018 11:00 Uhr
Gottesdienst
Sonntag, 14. Oktober 2018 11:00 Uhr
Sonntag, 14. Oktober 2018 17:00 Uhr
mit Olivia Kunert Trompete
und
Pierre Schuy Orgel
Dienstag, 16. Oktober 2018 14:00 Uhr
Strick- und Kaffeenachmittag
mit Hildegard Stuhlreiter
Dienstag, 16. Oktober 2018 18:30 Uhr
Oktober-Rosenkranz
19:00 Uhr
Wortgottesdienst
Dienstag, 16. Oktober 2018 18:30 Uhr
Oktober-Rosenkranz
Mittwoch, 17. Oktober 2018 01:30 Uhr
Messe für die Armen Seelen
Donnerstag, 18. Oktober 2018 18:30 Uhr
Oktoberrosenkranz
19:00 Uhr
Abendmesse
Samstag, 20. Oktober 2018 08:30 Uhr
Rosenkranz
09:00 Uhr
Goldener Samstag auf Schwarzlack mit dem Kirchenchor Großholzhausen
Samstag, 20. Oktober 2018 18:00 Uhr
Vorabendmesse mit Friedensglocke
Sonntag, 21. Oktober 2018 09:00 Uhr
Kirchweih
Pfarrgottesdienst mit Kirchenchor und Friedensglocke
Sonntag, 21. Oktober 2018 10:30 Uhr
Kirchweih
Pfarrgottesdienst mit Kirchenchor
Sonntag, 21. Oktober 2018 11:00 Uhr
Gottesdienst
Im Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach hat sich für die Firmung 2019 nach dem Redaktionsschluss des Pfarrbriefes eine Änderung ergeben:
Der zweijährige Zyklus der Firmung wurde auf einen einjährigen Zyklus umgestellt.
Damit verändert sich das Firmalter auf 14 Jahre. Das heißt, alle, die am 1. Juli 2019 14 Jahre oder älter sind, können sich unabhängig von der Klassenstufe im Juli 2019 firmen lassen.
Alle Jugendlichen aus dem Pfarrverband, die Interesse an der Firmung haben,
sind herzlich eingeladen zu einem Jugendgottesdienst zum Auftakt der Firmvorbereitung
am 3. November um 18 Uhr in Flintsbach. Dabei wird auch der Anmeldemodus vorgestellt.
Mit dem erhöhten Firmalter wird einerseits die Grenze der Religionsmündigkeit in den Blick genommen. Andererseits wird die jeweilige Gruppe kleiner.
Nach dieser Grundentscheidung sind natürlich noch viele Details offen, die sich in den nächsten Wochen klären werden.
Die Firmvorbereitung liegt in den Händen von Diakon Thomas Jablowsky.