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Pilgerreisen

München - Neuperlach

 

Pilgerreisen Rückblick 2016

Bus­Pilgerreise zum Jahr der Barmherzigkeit nach Rom (26.9.­1.10.2016)

Diese Fahrt führte über Orte, in denen wir die Stufen des göttlichen Erlösungswerks nachgehen konnten: Maria, Menschwerdung, Kreuz, Auferstehung, Pfingsten, Petrus, Kirche.

Zum Start in Neuperlach sprach Pfarrer Krieger den Reisesegen und wir beteten die Laudes. Die erste Heilige Messe feierten wir im Marienwallfahrtsort Absam in Tirol. Die Fahrt über den Brenner und durch Südtirol war bei diesem Wetter einmalig. Während der Fahrt durch die Po­Ebene und längs der Adria erhielten wir eine Einführung zur Geschichte von Loreto, besonders der Casa Santa, dem Haus der Heiligen Familie. Hier ist das Wort Fleisch geworden; hier verbrachte der Herr 30 Jahre seines Lebens ganz als Mensch unter Menschen: "Ist das nicht der Zimmermanns­Sohn?" In Loreto konnten wir am nächsten Morgen in aller Ruhe in der Casa Santa beten und in der Kreuzkapelle eine Heilige Messe feiern. Nun machten wir uns auf zum Höhepunkt unserer Pilgerfahrt: nach Manoppello zum "Volto Santo", dem Tuch aus Muschelseide (eines der kostbarsten Gewebe in der Antike), das nach der Überlieferung bei der Grablegung auf das Gesicht des Leichnams Jesu gelegt wurde. Auf geheimnisvolle Weise prägte sich das Angesicht des Herrn als Abbild in das Tuch ein. Bei der Führung wurden uns die unterschiedlichen Ausdrucksweisen im Abbild – je nach Betrachtungswinkel – gezeigt. Durch das Tuch sahen wir den Herrn selbst – und Er uns. Nun ging es durch die wunderbare Landschaft der Abruzzen gen Rom, wo wir für drei Nächte blieben. Begonnen haben wir in Rom mit dem Besuch der Generalaudienz auf dem Petersplatz und erlebten dort Weltkirche! Als auch unsere Gruppe aufgerufen wurde, waren wir voll Freude darüber, Kinder des barmherzigen Vaters in dieser Kirche zu sein!
Mit unserer Rom­Führerin besuchten wir alle 4 Patriarchalbasiliken Roms: St. Peter, Lateran mit Hl. Stiege, Paul vor den Mauern und Maria Maggiore und konnten jeweils mit Gebet die Hl. Pforten durchschreiten. In Maria Maggiore freuten wir uns besonders über das Treffen mit unserer Flug­Gruppe zu einer gemeinsamen Hl. Messe. Es fehlte auch nicht ein Abstecher in die Antike: Circo Massimo, Colosseum, Palatin, usw. sowie ein Bummel durch die Altstadt: Piazza del Popolo, Spanische Treppe, Trevi­Brunnen, Pantheon und Piazza Navona usw. Am Freitag brachen wir nach einer Hl. Messe in den Domitilla­Katakomben nach Norden auf zu unserem letzten Übernachtungs­Ort: Spiazzi am Monte Baldo. Früh am Samstag­Morgen wanderten wir betend den Kreuzweg hinunter oder fuhren mit dem Kleinbus zum letzten Ziel unserer Pilgerreise: In der wie ein Schwalbennest an der Felswand hängenden Wallfahrtskirche "Madonna della Corona" erneuerten wir unser Taufgelübde und feierten in der Heiligen Messe den 56. Hochzeitstag des glücklichen Ehepaares Roller. Auf der Heimfahrt waren wir noch in Klausen beim "Gassl­Törggelen". Ganz besonderer Dank gilt Pfarrer Robert Krieger für seine liebevolle Geistliche Leitung und seine so persönlichen und wertvollen Impulse. E.+ E. Roßmann

Flug­Pilgerfahrt nach Rom (26.9.­1.10.2016)

Das Ewige Rom!?! Eindrücke einer Pilgerreisenden.
Was kann ich mit Tibull's Wort von „der Ewigen Stadt“ heute noch verbinden? Ich suchte nach einer Antwort und pilgerte mit Gläubigen der Gemeinde Christus Erlöser in diese von vielen geliebte Stadt. Mich begleitete auf meiner Reise die Frage, warum gerade diese Stadt unvergänglich sein soll. Ich fragte mich, ob wir uns wünschen, dass das, was hier gelebt wurde, für alle Menschen zu allen Zeiten Gültigkeit haben soll? Ich habe Rom als eine lebendige, aufregende Stadt erlebt, die ständig in Bewegung ist und vor Begeisterung überzuquellen scheint. Der Menschenstrom zog mich unweigerlich mit und ein Verharren war unmöglich. Die vielen Menschen erzeugten in den Kirchen und auf den Straßen einen für mich anstrengenden Lärm. Die engen Gassen zogen sich lang hin, um nach der nächsten Ecke überraschend einen Platz der einnehmenden Weite zu eröffnen. Meine Augen wurden immer wieder von der Monumentalität einer wohlgeordneten Architektur, Malerei, Skulptur und Natur gefangen gehalten. Und immer wieder der Blick auf Menschen, die sich selbst durch ihre Smartphones anschauten. Meine Gedanken wurden wiederholt auf die Zeit ab 800 v. Chr. bis heute gelenkt. Mit Staunen und Ergriffenheit sah ich die von Menschenhand geschaffenen christlichen Versammlungsorte – und Kirchen, Grabstätten, Galerien antiker Skulpturen, Tempel, römische Vergnügungsorte, Reliquien, Ikonen und die Höhle eines Eremiten (Benedikt von Nursia) in den Bergen um Rom. Mosaiken, Skulpturen, Fresken und Ölmalereien erzählten uns Geschichten aus dem Lebensumfeld von Jesus Christus sowie dem Leben der Christen, die ihr Wirken in seinen Dienst gestellt haben. Ihre Schönheit wirkte erhaben über alles Weltliche. Ich fühlte mich demütig gegenüber Gottes Menschensohn und den Menschen, die ihr Leben für das Christentum gelassen haben. In mir blieb der Wunsch, mein Glaube möge wachsen, und die Sehnsucht, Gottes Antlitz zu erblicken. Ich war dankbar, Ruhe und Kraft zu spüren, wenn die Gemeinschaft unter der Leitung von Pfarrer Windolf das Wort Gottes hörte und die Eucharistie feierte. Die Nähe von Papst Franziskus zu den Gläubigen war bei derAudienz erfahrbar. Für mich kann ich Rom die ewige Stadt nennen, insofern ich mir an diesem Ort der Wurzeln meines Lebens erneut bewusst wurde: das ist der Glaube an Jesus Christus, Gott und den Heiligen Geist, der in mir wirkt, sowie an die Gemeinschaft der Christen. Silke Tegeler (Evangelisch­Lutherische Lätare­Gemeinde)

Rückblicke