ChristusErlöserLogo2023

Pilgerreisen

München - Neuperlach

 

Pilgerreise ins Heilige Land 2015 statt


Pfarrer Windolf mit 38 Pilgern unterwegs im Heiligen Land
Von Freitag, 30. Oktober bis Samstag, 7. November pilgerte Pfarrer Windolf mit 38 Pilgern durch das Heilige Land. Beginnen möchte ich den ReisePilgerBericht mit dem Fazit:
Es waren faszinierende Tage mit sicherlich lang bleibenden Erinnerungen und Impressionen, schönen Landschaften und viel biblischer Geschichte, die wir uns an allen Stellen wirklich vorstellen konnten, so wie das damals, vor ca. 2000 Jahren gewesen sein muss. Keiner der unterwegs Gewesenen wird die Reise mit ihren Erlebnissen und Eindrücken wohl vergessen und sich gerne daran erinnern, mit dabei gewesen zu sein, auf einer Reise mit vollem Programm und bei meist schönem Wetter. In eine kritische Situation zwischen Israeli und Palästinensern sind wir nicht gekommen.
Zu früher Morgenstunde am 30. Oktober, es war 5.30 Uhr, brachte uns ein Bus von Neuperlach zum Flughafen. Über Wien ging es nach Tel Aviv, wo wir pünktlich landeten. Ein Bus mit Fahrer und Reiseleiter Shibli empfingen uns und sofort ging es raus aus Tel Aviv entlang der Mittelmeerküste nach Netanya, wo wir die erste Nacht verbrachten. Ab Samstag bekamen wir dann die wirklichen und auf einen jeden einwirkenden Eindrücke des Heiligen Landes zu spüren. Shibli, ein Palästinenser und Muslim, der sich gut im christlichen Glauben auskennt, konnte sowohl die Geschichte des Landes erzählen als auch uns in die Zeit Jesu versetzen. Wir durchfuhren und schauten die Stätten, die uns aus biblischen Geschichten bekannt sind. Natürlich gehörten auch die arabischen Teile des Landes dazu. In der Stadt Akko war erstmals für uns gut festzustellen, wie arabisches Leben stattfindet. Wir aßen arabisch, waren in einer Moschee zur Gebetsstunde, gingen durch den Basar und die Karawanserei und erlebten einen wunderbaren Sonnenuntergang am Mittelmeer, ehe es für drei Nächte ins Kibbuz „En Gev“ ging. Dort, direkt am See Genezareth fühlten wir uns wohl. Abends gegen 21 Uhr saßen wir in großer Runde im Freien beim Abendlob und guten Gesprächen. Jeden Tag gab es nun mehrere Stätten zu besuchen, die jede für sich ein Höhepunkt waren. Seien es der Berg der Seligpreisungen, wo wir unter freiem Himmel die Hl. Messe feierten – mit Blick auf den See Genezareth – oder die Umgebung der drei Jordanquellen. Wie toll aber war die Fahrt in einem Schiff quer über den See! Diese Stimmung auf dem Wasser, die Umgebung und daran denkend, dass Jesus hier über das Wasser ging... Ein Kontrast war Domus Galilaeae, eine Anlage des Neokatechumenats. Die Hl. Messe wurde einmal direkt am See Genesareth gefeiert – was für ein Geschenk, das zu erleben. In Nazareth besuchten wir die Verkündigungskirche, die Josefskirche und die Hochzeitskirche. KanaaWein gab es zum Abendlob und der ging fast nicht aus. Nachdem alles, was wir besuchten, eindrucksvoll war und als immer neuer Höhepunkt unserer Reise für uns galt, kann ich fast nur dazu übergehen, einige dieser Stätten aufzuzählen: Berg Tabor und die Verklärungskirche (Hl. Messe), die Taufstelle Jesu am Jordan. Dort waren wir Zeugen von Taufen. Weiter nach Masada (Unesco Weltkulturerbe), einer imponierenden Festung hoch über dem Toten Meer, und das liegt wiederum 428 unter dem Meeresspiegel. Ob man wirklich auf dem Rücken liegend im Toten Meer Zeitung lesen kann, wurde von einigen ausprobiert. Bethlehem wurde natürlich auch besucht; dort übernachteten wir. Die geteilte Stadt mit ihren bis zu 8 m hohen Mauern machte einen bedrückenden Eindruck. Was stand weiter auf dem Programm: die Hirtenfelder mit der Hl. Messe in einer Hirtengrotte, Besuch der Geburtskirche. Dann ging’s für 3 Nächte nach Jerusalem. Nach der ersten Nacht führte uns der Weg auf den Tempelberg, wo es interessant war, die dortige Atmosphäre zu spüren, zu „studieren“. Hier waren die Al Aqsa Moschee und der Felsendom, die Eindruck hinterließen. Was war alles in Jerusalem zu sehen: Ölberg, PaterNosterKonvent, Himmelfahrtskapelle mit dem Fußabdruck Jesu, Friedhöfe von Juden und Muslimen enormen Ausmaßes, die Hl. Messe in Dominus Flevit, Garten Getsemani, IsraelMuseum.
Der Tag war ausgefüllt. Der letzte Tag in Jerusalem begann sehr früh: Schon um 3:45 Uhr begaben wir uns auf den Weg durch die Via Dolorosa mit den 14 Stationen des Leidensweges Jesu. Wer könnte das und zu dieser frühen Stunde hin zur Grabeskirche vergessen? Die Hl. Messe fand in der Schädelstätte Golgatha statt. In langer Schlange standen wir, um einen Blick in die Grabkammer Jesu zu werfen. Die HolocaustGedenkstätte Yad Vashem besuchten wir nach einem gemeinsamen Frühstück im Hotel. Auch waren wir im Abendmahlssaal. In guter Erinnerung wird uns der Besuch an der Klagemauer bleiben. Am Samstag ging es dann noch nach Abu Gosh in die dortige Auferstehungskirche mit der letzten Hl. Messe auf heiligem Boden. Nach einem letzten arabischen Mittagessen war es nicht mehr weit zum Flughafen. Ein Airbus brachte uns gut zurück nach München und der Bus wiederum zurück in unseren Stadtteil Neuperlach.
Eckhard Schmidt

Rückblicke