Das Kirchenzentrum St. Maximilian-Kolbe hat im Herbst 2009 auf dem südseitigen Dach seines Pfarrsaals eine Fotovoltaikanlage mit 96 leistungsstarken Modulen installiert, die von Oktober 2009 bis April 2018 insgesamt 143.177 Kilowattstunden umweltfreundlich erzeugt und in das Stromnetz der Stadt München eingespeist hat. Mit Unterstützung des Erzbischöflichen Ordinariates (zinsloses Darlehen) und aus den Eigenmitteln der Pfarrei wurde das Energieprojekt finanziert. Im Rahmen des Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG) wurde mit den Stadtwerken München eine Solarstromvergütung in Höhe von 43 Cent/KWh vereinbart, garantiert über eine Laufzeit von 20 Jahren.
Nach über acht Jahren zeigt sich ein Ergebnis, das die Erwartungen bestens erfüllt, und das in doppelter Hinsicht:
1. Eine Kapitalrendite von 14 % In den Jahren 2010 bis 2017 hat die Fotovoltaikanlage der Pfarrei ca. 58.000 € erwirtschaftet. Das ergibt bei dem investierten Eigenkapital eine durchschnittliche Jahresrendite von ca. 14,5 %. Die Tilgung des gesamten Kapitaleinsatzes (Eigenkapital plus zinsloses Darlehen des Erzbistums) kann somit nach ca. 10 Jahren (2020) erwartet werden. Danach läuft die Anlage tilgungsfrei weiter; prognostiziert ist eine weitgehend wartungsfreie Laufzeit von 25 Jahren. Fazit: eine sehr sichere und renditestarke Kapitalanlage, die langfristig zur Finanzierung der seelsorglichen Aufgaben der Pfarrei beitragen wird.
2. Ein wertvoller Beitrag für die Umwelt Die Klimakonferenz in Paris (Nov. 2015) hat einmal mehr auf die großen Gefahren des bevorstehenden Klimawandels hingewiesen. Das vereinbarte Ziel, die weltweite Klimaerwärmung bis zur Jahrhundertwende auf unter 2 Grad, möglichst nahe 1,5 Grad zu begrenzen, ist äußerst ambitioniert. Die katastrophalen Auswirkungen der bereits wahrnehmbaren Klimaerwärmung sind nicht mehr zu übersehen. Papst Franziskus hat in seiner
Umweltenzyklika (Mai 2015) die Christen und alle Menschen guten Willens zur Bewahrung der Schöpfung aufgerufen. Die G7-Staaten haben inzwischen den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern beschlossen. Der für Atmosphäre und Klima so schädliche Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß muss also massiv begrenzt werden. – Die Fotovoltaikanlage auf der Kirche St. Maximilian-Kolbe leistet dazu einen nicht geringen Beitrag. In den letzten 8,5 Jahren wurden über 140.000 Kilowattstunden CO2- frei erzeugt. Im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken, die mit fossilen Energieträgern (Braunkohle, Steinkohle, Erdgas oder Öl) betrieben werden, hat die Anlage der Pfarrei fast 95 Tonnen (genau 94.925 kg) CO2 eingespart. Im Jahresdurchschnitt sind das immerhin 11,17 Tonnen!
Und solange die Sonne am Himmel steht, wird das auch so bleiben.
6. Jan. 2018
Leopold Haerst