Pfarrgemeinderatswahl 2018

Ohne Wähler keine Wahl!

Eine möglichst hohe Wahlbeteiligung ist kein nebensächlicher Aspekt. Je höher die Wahlbeteiligung ist, um so mehr wird deutlich, dass vielen Katholiken Mitverantwortung in der Kirche ein wichtiges Anliegen ist.

Die Pfarrgemeinderatswahlen sind auch eine hervorragende Gelegenheit, auf diejenigen Menschen zuzugehen, die der Kirche eher fern stehen. Jedem einzelnen Katholiken kann hier signalisiert werden: „Du hast eine Stimme in der Kirche.“

Genau aus diesem Grund hat die Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising entschieden, die Allgemeine Briefwahl zum Regelfall zu machen.

Beim Diözesanrat können auch Flyer bestellt werden,mit denen die Wahlberechtigten dazu motiviert werden können, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Warum nicht diese mit den Briefwahlunterlagen an alle Wahlberechtigten verteilen?
 

Weitere Ideen und Möglichkeiten

Besondere Aktionen und Gottesdienste am Wahltag
Die Wahlbeteiligung kann deutlich gesteigert werden, wenn mit den Gottesdiensten am Wahltag viele Personen angesprochen werden, die über die regelmäßigen Gottesdienstbesucher hinausgehen. Wenn sich am Wahltag z. B. die Kommunionkinder vorstellen, sind im Gottesdienst mehr Mitfeiernde als sonst (Eltern und Großeltern der Kommunionkinder). Die Folge ist: An den PGR-Wahlen nehmen mehr Wähler teil. Eine gute, von einer Münchner Pfarrgemeinde umgesetzte Idee ist, am Wahltag im Kindergarten einen Flohmarkt anzubieten und dort auch ein Wahllokal zu öffnen. Weitere Beispiele für Aktionen sind: Jugendgottesdienst - Kinder- und Krabbelgottesdienst - Eine-Welt-Essen - am Vorabend des Wahltages zum Kabarett oder zu einem Konzert ins Pfarrheim einzuladen und parallel dazu das Wahllokal zu öffnen (am besten im Pfarrheim) – etc.

Wahllokal als „Gemeinde-Treffpunkt“
Möglichkeiten zum Gespräch motivieren zum Urnengang. Warum nicht im Gebäude des Wahllokals Kaffee und Kuchen anbieten? Ebenso sinnvoll ist es, nach der Stimmenauszählung alle Kandidat*innen sowie Interessierte zu einem Sektempfang einzuladen. Vergessen Sie nicht, hierzu die Presse zu informieren bzw. Photos mit Kurzbericht an diese zu senden.
 
An die Jugend denken
Bei den PGR-Wahlen ist wahlberechtigt, wer am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet hat. Wer jugendliche Wähler gewinnt, kann daher die Wahlbeteiligung steigern. Jugendliche schätzen es, zum ersten Mal zu einer öffentlichen Wahl eingeladen zu sein und auf diese Weise „ernst genommen“ zu werden. Es bietet sich daher z. B. an, über die Religionslehrer(innen) an den Schulen für die PGR-Wahlen zu werben.

Dezentrale Wahllokale mit möglichst langen Öffnungszeiten
Vorteilhaft ist es, wenn die Wahlberechtigten keine zu langen Wege zum Wahllokal haben und auch in Filialen etc. ein Wahllokal geöffnet hat. Um so mehr Wahllokale geöffnet haben, um so höher ist die Wahlbeteiligung. Es gibt auch Pfarrgemeinden, die ein mobiles Wahllokal einsetzen. Mit einem Wahlbus kann man von Ort zu Ort fahren und eine dezentrale Möglichkeit zur Stimmabgabe anbieten. Es spielt aber nicht nur ein wohnortnahes Angebot von Wahllokalen eine Rolle. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Öffnungszeiten des Wahllokals nicht nur auf den Sonntag-Vormittag des 7. März beschränkt sind. Damit schränkt man den Kreis der potentiellen Wähler auf die Gottesdienstbesucher ein.

[Siehe zur Wahlwerbung etc. auch die Hinweise zur Öffentlichkeitsarbeit]