Mit einem beindruckenden Abschlussgottesdienst ist am 13. Mai 2018 der 101. Deutsche Katho-
likentag in Münster zu Ende gegangen. Seit 9. Mai waren mehrere zehntausend Teilnehmer unter dem Leitwort „Suche Frieden“ in Münster zu Gast. In seiner Predigt während der Eucharistiefeier sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx: „Wir Christen wissen: Die Liebe Christi ermöglicht Frieden. Wir sind aufgerufen, einen Gott des Friedens zu ver-
künden. An diesem Frieden müssen wir mitbauen, wir als Christen, die mitten in die Welt gesandt sind. Das Leitwort des Katholikentags Suche Friede müsse über Münster hinauswirken, in die Ge-
meinden hinein, in die anstehenden Fragen, in die Ökumene. Wir haben dort zu stehen, wo Grä-
ben zugeschüttet werden, wo in Hass gesprochen wird, wo Menschen attackiert werden. Als Christen haben wir die die Verpflichtung, Instrumente des Friedens in der Gesellschaft, in der Welt zu sein. Das ist unser Auftrag! Wer könnte das besser als wir? Lasst uns ein sichtbares Zeugnis des Friedens in der Welt geben! Wir können heute in Münster versprechen: Ja, Jesus, wir nehmen den Auftrag an!“
Auch dich möchte ich einladen, in der vor uns liegenden Ferien- und Urlaubszeit den Gedanken einmal nachzusinnen, die der Münsteraner Bischof zum Thema des Katholikentags als Gebet for-
muliert hat:
Herr, unser Gott, wir suchen Frieden:
für die Welt und Europa, für unser Land und die Gesellschaft, in der wir leben. Wir suchen Frieden mit und in Deiner Schöpfung, zwischen den Religionen und Konfessionen, in unserer Kirche und in unseren Gemeinden. Wir suchen Frieden untereinander und mit uns selbst. Wir suchen Frieden mit und in Dir. Wir sehen Unfrieden, Kriege und Kämpfe, die Ausbeutung der Erde, religiöse Gewalt und fanatischen Hass. Wir erleben Brüche und Krisen, Krankheit, Leid und Tod. Wir sehen, dass die Welt Dich vergessen kann und erleben doch immer wieder Zeichen Deiner Nähe, Deines Le-
bens und Deines Friedens. Dankbar sind wir Dir für alle, die an einer friedlichen und solidarischen Welt mitwirken, die eine menschenwürdige und gerechte Zukunft suchen, die sich für eine ver-
söhnte Gesellschaft einsetzen, die für Dialoge zwischen den Religionen einstehen. Dankbar sind wir Dir für alle, die uns das Glück gelingender Beziehungen schenken, die unseren Herzen und Seelen Frieden geben, die an Dich glauben, Dich lieben, Dich bezeugen, die unser Vertrauen auf Dich und Deine Nähe stärken. Dankbar sind wir Dir vor allem, dass Du uns Deinen Sohn Jesus Christus geschenkt hast. Er ist unser Friede. Durch Ihn und mit Ihm können wir Friedensstifter sein. Mit Ihm und allen Betern des Volkes Israel sprechen wir: "Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht? Meide das Böse und tue das Gute; suche Frieden, und jage ihm nach!" So lass uns Menschen werden, die das Leben lieben und den Frieden suchen. Amen.
Bischof Dr. Felix Genn
Ihnen allen eine erholsame und auch friedliche Urlaubszeit!
Im Namen unseres Seelsorgeteams Bernd Schmitz, Diakon