Liebe Gemeinde!
In der Lesung ist die Rede davon, dass Gott segnet. Da heißt es:
22 Der Herr sprach zu Mose:
23 Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:
24 Der Herr segne dich und behüte dich.
25 Der Herr lasse sein Antlitz über dir leuchten und sei dir gnädig.
26 Der Herr wende dir sein Antlitz zu und schenke dir Heil.
27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen.
Segnen -was ist das für ein Vorgang? Wenn du jemanden segnest, was ist das?
Segnen ist ein anderes Wort für Zeichen, lateinisch signum. Wenn du also jemanden segnest, dann bestimmst du ihn zum Zeichen für die, die da unsicher sind, nicht ein und aus wissen im Durcheinander der Welt. Jetzt ist also ein Zeichen da zur Orientierung.
Das heißt jemanden segnen: Jemanden·zum Zeichen machen für Menschen, die herumirren und nicht aus noch ein wissen. Das heißt segnen. So segnen Eltern die Kinder, die da herumzigeunern, sie setzen sie ein als ein Zeichen im Durcheinander ihres jugendlichen Lebens. Segnen: "Ich. will dich segnen, werde ein Segen" (vgl. Gen 12,2-3) - eine kostbare Sache.
Das könnten wir vielleicht uns merken fürs ganze Jahr: Israel segnen, das Volk segnen heißt, es aufrichten als ein Zeichen der Orientierung allen, die drum herum sind und nicht wissen aus und ein. Das heißt segnen. Gott ist einer, der segnet, das gehört zu ihm, Gott ist einer, der segnet. Und in Gottes Namen dürfen auch wir segnen, einander zur Orientierung werden im Durcheinander der Welt.