St. Laurentius, München

Blickpunkt: Johannes XXIII. - Büste von Theodor Georgii

Papst Johannes XXIII
In der Pfarrkirche St. Laurentius steht seit 2012 eine Porträtbüste, die Papst Johannes XXIII. darstellt. Die Pfarrei fühlt sich diesem Papst, der 1962 das Zweite Vatikanische Konzil einberief, besonders verbunden.

Die Büste fertigte der Bildhauer Theodor Georgii
(1883-1963) im Umfeld der Konzilseröffnung an.
Georgii war der wichtigste Schüler und Mitarbeiter des bekannten Bildhauers Adolf von Hildebrand, dessen Tochter Irene er 1907 heiratete. 1922 konvertierte er zum katholischen Glauben und kam fortan in engeren Kontakt zur sakralen Kunst.

Georgiis Oeuvre umfasst rund 500 Werke aus Bronze, Marmor und Stein. Neben Porträtbüsten fertigte er Tierplastiken, Grabsteine, Gedenktafeln und Plaketten für weltliche und geistliche Auftraggeber. So schuf er beispielsweise das Epitaph des Kardinals Michael von Faulhaber im Münchner Dom Zu Unserer Lieben Frau.

Johannes XXIII. porträtierte Georgii vier Mal, jeweils ohne Auftrag, vorwiegend auf der Grundlage von Fotografien. Eine erste Gipsplakette entstand 1958, dem Jahr, in dem Johannes XXIII. zum Papst geweiht wurde. Die drei Porträtbüsten entstanden 1961 und 1962, also kurz vor Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Von der hier gezeigten Büste existieren ein Gips- und ein Terrakottaabguss in Privatbesitz und eine Tonbüste, die die Pfarrei am 1. September 2012 als Geschenk erhielt.  Von dieser wurde mit Spenden der in der Kirche aufgestellte Bronzeguss angefertigt.

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