(Text & Bild: Christine Limmer)
"Ab 1. Dezember wird Dr. Florian Schomers den Pfarrverband Trostberg als hauptverantwortlicher Pfarrer leiten.", dies verkündete Kaplan Michael Maurer in den Gottesdiensten am Wochenende. Die Gremien wurden bereits am Freitag über die Personalie informiert. Dabei dankte Kaplan Michael Maurer dem Ordinariat München-Freising ausdrücklich über diese schnelle Entscheidung. Nach dem überraschendem Weggang von Pfarrer Paul Janßen rechnete Maurer nicht mit einer Unterstützung noch in diesem Jahr. Umso größer ist nun die Freude, dass ihm ein Pfarrer zur Seite gestellt wird.
Dr. Florian Schomers wurde im Jahr 1964 in Rosenheim geboren und lebte dort bis zur Volljährigkeit und dem erfolgreichem Abitur. Mit nur 20 Jahren trat er ins Prämonstrantenkloster in St. Wilten in Österreich ein. Dort wird nach der Regel des heiligen Augustinus mit dem Armuts-, Enthaltsamkeits- und Gehorsamsgelübte gelebt.
Am Fuße des Begisel bei Innsbruck legte er 1989 sein feierliche Profess ab und wurde zum Diakon und Priester geweiht. 1997 bestand er die Pfarrbefähigunsprüfung und war bis 2006 in unterschiedlichen Pfarrstellen tätig. Von 2006 bis 2016 leitet er das Studienhaus im Stift Wilten, war als Novizenmeister und Prior für viele Belange im klösterlichen Leben zuständig. Das Kloster, das 879 Jahre alt ist, wurde unter anderem mit seiner Hilfe in den Jahren 2005 bis 2008 generalsaniert, derzeit wohnen in dem Stift 29 Brüder und zwei Postulanten.
Der Zuwachs an Aufgaben und ein Fülle von Verantwortlichenkeiten bewogen ihn, für das Jahr 2017 ein Sabbatjahr zu erbitten, was ihm auch gewährt wurde. Hierzu verließ er das Kloster um in der Diözese Gurk/Klagenfurt und in St. Georgen am Längsee in Begleitung von Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz eine gestaltete Auszeit zu verbringen. Er füllte die Zeit mit verschiedenen Fortbildungen, wie etwa die Fortbildung "Führen, Leiten und Persönlichkeitsbildung" und schloss mit dem Titel "akademisch zertifizierter CSR Manager".
Beides sind Weiterbildugen die den Belangen des Pfarrverbandes Trostberg sehr zu gute kommen dürften. Jetzt heißt es für Schomers seine Koffer zu packen und nach Trostberg umzusiedeln, denn hier gibt es noch vieles zu besprechen. Dabei ist die Änderung des Zelebrationsplanes nicht die einzige Arbeit die es zu tun gibt.
Wann Dr. Florian Schomers in der Pfarrei installiert wird, bleibt noch abzuwarten und rechtzeitig bekannt gegeben, so Kaplan Maurer. Doch wird er ab 1. Dezember als Seelsorger im Pfarrverband tätig sein.
"Ganz schön mutig, so mit Jesus zu gehen", so sangen die 40 Kinder aus katholischer und evangelischer Gemeinde, die am ökumenischen Kinderbibeltag zum Buß- und Bettag teilgenommen haben. Gemeinsam wurde der schulfreie Tag mit einer kurzen Einführung zum Thema begonnen.
Pfarrer Dr. Josef Höglauer (evangelischer Christuskirche) und Pastoralreferentin Irmi Huber haben sich das Thema "Petrus" nicht leichtfertig gewählt, gibt es doch in beiden Konfessionen erheblich Unterschiede in den Ansichten zum Apostel und Heiligen der als "Fundament der Kirche" gilt. Doch wurden auch genügend Gemeinsamkeiten gefunden, die den Kindern anhand kleiner Geschichten und Workshops nahe gebracht wurden.
Schnell wurde klar, dass es damals wie heute unerlässlich ist, gemeinsam zu agieren, aufeinander zu vertrauen und sich nicht nur sprichwörtlich bei der Hand zu nehmen, wenn Trauer und Angst vorherrscht. Auf die Frage nach ihren Ängsten antworteten die Kinder dass sie vor allem vor Dunkelheit, Verfolgung, Unfällen, sowie den Schimpfen und der Strafe durch die Eltern angst hätten. Bei Angst helfe ein Kuscheltier, die Eltern, große Geschwister und Freunde.
Höglauer verglich dies in einer gespielten Szene am Lagerfeuer mit der Situation, als Petrus Jesus kurz vor dessen Kreuzigung verleugnet hat. Doch Jesus habe ihn trotz der Lügen nicht verlassen oder im Stich gelassen, sondern ihm immer wieder die Hand gereicht. Das dies die Kinder nicht vergessen, haben sie kleine Taschentücher gestaltet und einen Knoten eingebunden, so dass sie nie das Versprechen Jesus "Ich bin bei dir" nicht vergessen. Auch wurde die Bibelstelle "Jesus ging übers Wasser" behandelt, bei Petrus das nötige Vertrauen zu Jesus fehlte. Symbolisch wurde die Bibelstelle mit gebastelten Papierbooten und Papierhänden als Segel dargestellt. Während die Kinder Steine gestalteten schilderten Betreuer die Bibelstelle als Jesus Petrus gesagt hat "Du bis Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirchen bauen".
Beim Workshop mit Sozialpädagogen und Akrobatikanleiter Peter Dürr ging es nicht nur um Artistik, sondern hauptsächlich darum, was man sich zutraut und das man dem anderen vertraue. Bei kleinen Bodenpyramiden und dem "Radfahrer" wurde in wechselnden Rollen das Vertrauen auf die Probe gestellt und nicht enttäuscht.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen im AWO-Hort feierten die Kinder mit ihren Betreuern aus Erwachsenen, Oberministranten und Konfirmanten einen gelungen Abschluss des Tages in der evangelischen Christuskirche.
(Text: Christine Limmer / Trostberger Tagblatt)
Kaplan Michael Maurer und Diakon Dr. Gregor Herth feierten den Gottesdienst mit den Ehepaaren
Die Ehepaare feierten im letzten Kirchenjahr Jubiläen von 25 bis 67 Ehejahren!
Natürlich wurde auf die Jubiläen nochmals angestoßen und ein kleiner Imbiß beim Plausch dazu präsentiert.