Die Himmelsleiter in Gaißach
Lichtobjekt "Himmelsleiter" am Kirchturm von St. Michael in Gaißach von Mitte März bis Dezember 2015.
Für neun Monate leuchtete das Kunstwerk des Gaißacher Künstlers e.lin (Erwin Wiegerling).
Die 28 Meter hohe Leiter (mit zwölf Sprossen und sieben Engelsflügeln versehen) versinnbildlichte die Engel, die in der biblischen Vision Jakobs als Boten zwischen Gott und den Menschen auf der Himmelsleiter auf und nieder steigen. Die Symbolfarben Farben ROT und BLAU der Leiter, wiederholten sich in den Abend- und Nachtstunden, wenn die Leiter beleuchtet war.
Anläßlich der Jahrtausendwende nahm sich der Künstler vor, Kunst
zu den Menschen zu bringen (im Gegensatz zur Kunst in Museen und Kirchen). Temporäre Kunstobjekte sollten für den Zeitraum von 9 Monaten im öffentlichen Raum zu sehen sein.
Seit dem Millenniumsjahr 2000 wandert die " Himmelsleiter" des Gaißacher Künstlers
e.lin durch Deutschland. Dort, an der ehem. Klosterkirche St. Mang in Füssen (Allgäu) stand die Himmelsleiter zum ersten Mal und gastierte seither in Kloster Seeon, Kultur. und Bildungszentrum (Chiemsee), München, ehem. Karmeliterkirche, Promenadeplatz Ratingen, kath. Kirche St. Peter und Paul (Westfalen), Götterswickerhamm, ev. Kirche (Ruhrmetropole Essen/Niederrhein), Wormbach, Hl. Kreuz, (Diözese Paderborn).
Es geht hier nicht um eine Touristenattraktion - sondern um eine Auseinandersetzung mit einem Symbol in einer modernen Interpretation - die Himmelsleiter als Sinnbild eines Lebensweges zur Vollkommenheit. Es ist eine Auseinandersetzung mit Tugenden und Lastern, mit Aufstieg und Absturz. Das Provozierende eines Kunstwerks kann dabei helfen.
Mit der Himmelsleiter wolltedie kath. Pfarrei St. Michael in Gaißach auf Initiative von Pfarrer Ludwig Scheiel zum Miteinander Reden, Nachdenken und Hinhören anregen - über Glaubensthemen, über die Geschichte des Isarwinkels und speziell der Dorfgeschichte, seiner Kultur und seiner Natur.