Der nackte hl. Franziskus vor Bischof und Vater, seine Begegnungen mit dem Teufel, mit einem bösen Wolf und mit wilden Räubern begleiteten die Pilger zwei Tage auf der Etappe von St. Wolfgang über die Berge des Salzkammergutes nach Abtenau.
An diese Legenden aus seiner Vita knüpften die Gemeindereferenten Annemarie Kneissl-Metz und Richard Mittermeier, der „Wegexperte“ Schorsch Weber und die Pfarrgemeinderäte Jutta Weber und Martin Metz jeweils ihre spirituellen Impulse. Sie sollten die Pilger auf ihrem oft steilen und anstrengenden Weg begleiten und zum persönlichen Nachdenken anregen.
Mehrmals wurden die Teilnehmer nach den Impulsen um eine halbe Stunde Schweigen beim Gehen gebeten, um sich dann um so intensiver untereinander über ihre Gedanken und eindrücke auszutauschen. Höhepunkt am ersten Tag war die Agape zur Mittagspause, bei der alle Pilger ihre Vorräte auf einem großen Tisch zum gemeinsamen Essen bereitlegten.
Dass zum Pilgern auch eine gemeinsame Gaudi gehört, zeigte der Abend in der Hütte auf der „Postalm“ in 1200 Metern. Trotzdem standen alle Pilger am nächsten Morgen pünktlich und wieder fit zur morgendlichen geistlichen Aussendung bereit.
Waren auch die folgenden Anstiege beschwerlich und bei den noch sommerlichen Temperaturen sehr schweißtreibend, so war der grandiose Fernblick auf Dachstein, Tennengebirge und Berchtesgadener Berge Belohnung genug. Beeindruckender Abschluss der beiden Pilgertage war die gemeinsame Wortgottesfeier in der Pfarrkirche von Abtenau.
Richard Mittermaier erinnerte beim Gottesdienst an die vielfältigen Eindrücke auf dem zweitägigen Weg und rief die Pilger dazu auf, in ihrem Alltag franziskanische Demut zu leben, das bedeute, so der Überseer Gemeindereferent, Respekt vor dem anderen und zugleich Mut im Umgang miteinander.
"Nächstes Jahr wieder auf dem Rupertusweg“, versprachen sich die fast 50 Pilger im Alter von 6 bis über 80 fest in die Hand.
Dr. Martin Metz